Tipps zum Segeln in Norwegen

Die nachfolgenden Tipps über das Segeln in Norwegen basieren auf unsere Erfahrung vom Segeln in Norwegen in 2016 und 2017. In dieser Zeit sind wir von 04/2016 bis 6/2017 entlang der Küste vom Süden bis an das Nordkap gesegelt. Wir haben unser Boot den Winter über in Norwegen gelassen und sind dann im Juni 2017 von Bergen nach Shetland gesegelt.

 

Inhaltsverzeichnis:

 

 


1. Karten, Navigation und Hafenhandbuch

Wir sind in Norwegen die ganze Zeit nur mit elektronischen Karten gesegelt. Zum ersten Mal  haben wir auf dieser Reise gänzlich auf Papierkarten verzichtet - und sind dabei sehr gut gefahren. Eigentlich brachten uns vier Gründe zu dieser Entscheidung:

  1. Ein kompletter Papiersatz für Norwegen bis zum Nordkap hat ungefähr 60 einzelnen Kartensätzen und kostet um die 2500 Euro
  2. Gebrauchte Kartensätze waren vor unserem Start nicht erhältlich
  3. Die Karten up-to-date zu halten ist bei dieser Menge an Papier aufwändig
  4. Elektronische Karten können jeden Tag auf den neuesten Stand gebracht werden
  5. Das Planen und die Bedienung sind auf elektronischen Karten sehr einfach

Nach den Regeln der Seemannschaft entfällt bei ausschließlicher Verwendung von elektronischen Seekarten eigentlich eine Papier-Redundanz der beim Ausfall der Elektronik zum Einsatz kommt. Wir haben das Problem folgendermaßen gelöst:

  1. Drei unabhängige elektronische Systeme: Plotter, iPhone, iPad
  2. Nur der Schiffsplotter ist abhängig vom Bordnetz iPhone und iPad arbeiten mit eigenen Batterien
  3. Karten auch auf iPad und iPhone
  4. genügend Ladekapazität in Powerbanks bereit halten zum Laden von iPhone und iPad im Falle eines Ausfalls des Bordnetzes

Die einzige Schwachstelle in der Kette ist der (eher unwahrscheinliche) Ausfall der GPS Satelliten, da alle drei Systeme dann davon betroffen sind. Da Norwegen über ein hervorragendes Netz aus Mobilnetz und WiFi verfügt, können praktisch alle Karten täglich einem update unterzogen werden. Wir haben für diese Reise auf allen drei Geräten elektronische Karten von Navionics verwendet. Mit anderen Systemen haben wir keine Erfahrung.  Der Speicherbedarf auf dem iPhone und iPad ist je nach Kartengrösse so um die 3GB. Am Liebsten sind wir mit dem iPad gesegelt, dass wir an der Rudersäule mit einer einfachen Befestigung angebracht haben. Unser iPad ist mit einer Hülle versehen, die stoß- und wasserfest ist.

 

Vorteile der elektronischen Karten:

  1. Automatische Planung der Route von A nach B und speichern der Route
  2. Routen können Tage im voraus geplant und abgespeichert werden
  3. stufenloses Zoomen in die Karte mit zwei Fingern(Vektorkarte)
  4. Einstellen der Bootswerte (Tiefgang, Höhe) in Navionics um die Routenplanung realistisch durchführen zu können.  Durch das Einstellen der Parameter werden bei der Planung der Route bereits nicht befahrbare Strecken ausgeschlossen (kritisch in Norwegen sind niedrige Durchfahrtshöhen unter Stromkabel und Brücken)
  5. Tidenhöhen und Tidenströme können direkt der Karte entnommen werden, eine manuelle Berechnung ist nicht erforderlich
  6. Hafeninformationen, wie Luftbilder und Kontaktdaten

Nicht verschweigen möchte ich, dass auch die elektronische Karte Fehler enthält, und dass so mancher Wall, oder neue Hafenanlage nicht enthalten ist. Die elektronische Karte ersetzt nicht den Ausguck und das seemännische Verhalten. Wir benutzen neben der elektronischen Karte als Hafenhandbuch den sehr guten Havneguiden 5, der das Gebiet von Bergen bis Kirkenes abdeckt. Das Buch ist in norwegischer und englischer Sprache geschrieben. Man findet in diesem informativen Führer viele Bilder und selbsterklärende Pläne der wichtigsten Häfen, Marinas und Ankerplätze entlang der Küste. Den südlichen Teil bis Bergen decken wir mit dem Hafenhandbuch Skagerrak & Kattegat aus dem DSV Verlag ab. Wenn man allerdings vor hat ab Stavanger schon in die Fjorde zu fahren, dann ist der Havneguiden 3 vorzuziehen, da das Hafenhandbuch des DSV wenige Informationen über Häfen in den Fjorden enthält.

Wenn man nicht auf Papierkarten verzichten will, kann man z.B. unter kartor.eniro.se für die gesamte Küste kostenlos Karten herunterladen. Allerdings benötigt man zum Ausdrucken des gewünschten Kartenausschnittes einen Drucker. Wir haben diese Karten nicht benutzt, da wir die Detailkarten z.B. für Häfen dem Havneguiden entnehmen.

 

 

 

 


2. Wetter und Wettervorhersage

Eigentlich ist es uns fast egal, wie das Wetter wird. Bei schönem Wetter wird gesegelt, bei Sturm oder starkem Wind von Vorne bleiben wir im Hafen, so unsere Devise. Uns ist es wesentlich wichtiger, dass wir unterwegs keine Überraschungen vom Wetter erleben, uns sozusagen auf die  kommenden Bedingungen einstellen können. Zur Wettervorhersage haben wir folgende Apps auf dem iPad und dem Laptop benutzt:

  1. Seaman Pro von Wetterwelt im Jahresabo - zweimal tägliches update mit geringer Datenmenge
  2. www.yr.no - der kostenlose Wetterbericht des norwegischen Wetterdienstes, update täglich mehrmals
  3. Windy - kostenlos, update täglich mehrmals, benötigt ein höheres Datenvolumen

In der Kombination sind diese drei Apps unschlagbar gut, Überraschungen im Wetter blieben bei unserer Reise aus. Wir haben während unserer Zeit in Norwegen an keinem einzigen Tag ein Wetter erlebt, das so nicht vorher gesagt wurde.  In Norwegen muss allerdings durch die vielen Berge, Sunde und Fjorde mit starken Düsen- und Kap Effekten und mit Winddrehungen an der Küste gerechnet werden, die in keiner Wetterkarte abgebildet sind. Die Windstärke kann da schon mal um 2-3 Bft stärker ausfallen, als in der Wetterprognose vorhergesagt.

Generell hatten wir oft schönes Wetter, an einigen Tagen war es sogar windstill. Die Temperatur ging auf unserer Reise allerdings nur an vier Tagen über 20 Grad Celsius hinaus. Die Sommermonate Juni bis August waren sturmfrei und angenehm zum Segeln, der Wind kam meist entweder aus nördlicher oder südlicher Richtung - also entlang der Küste. Bei Ost- bzw. Nordostwind treten nahe der Küste oft starke Fallwinde vom Inland auf, die Sturmstärke erreichen können - und die sind nicht in den Wetterkarten abgebildet sind! Nur im April/Mai und ab September traten vereinzelt Stürme aus westlicher Richtung auf. Der Wind nimmt dabei generell am Land und in den Fjorden ab, so dass man sich bei Anzug eines Sturmtiefs am Besten in einem Fjord und dort in einem der vielen Häfen verholt.

Die beste Zeit zum Segeln hatten wir allerdings von Mitte September bis Mitte Oktober 2016 bei meist wolkenlosem Wetter und angenehmen Winden.

Warme Kleidung und eine gut funktionierende Heizung im Boot sind bei diesen Wetterbedingungen sehr angenehm. Auch den elektrischen Heizlüfter hatten wir bei vorhandenem Landstrom oft in Betrieb.

 

 

 

 


3. Versorgung

Lebensmittel

Viele Segler versuchen aus Kostengründen die gesamten Lebensmittel und Getränke für ihre Reise nach Norwegen auf dem Boot mitzunehmen. Aber Vorsicht! Es gibt für Norwegen ganz klare Einfuhrbestimmungen, die im Detail auf der Internetseite des norwegischen Zoll zu finden sind. Ab und an finden Kontrollen von Booten statt.

In Norwegen gibt es ein für Segler erreichbares ausreichend dichtes Netz an Lebensmittelläden. Und die Versorgung ist, was Grundnahrungsmittel betrifft, gut. Häfen in denen es einen Lebensmittelladen gibt, können dem Havneguide und/oder auch dem Navionics entnommen werden. Alternativ findet man auch in maps.me die meisten Läden in den angelaufenen Häfen. In kleineren Orten gibt es oft einen kleinen Lebensmittelladen der Marke Joker, in dem man zumindest Grundnahrungsmittel beziehen kann. Öffnungszeiten sind unter der Woche von 9 bis 16 Uhr. An manchen Orten sind die Läden über Mittag geschlossen. Auch Samstags sind die Läden oft nur bis Mittag geöffnet.

In größeren Orten konkurieren meist die große Supermarktketten wie Spar, Coop, Kiwi, Bunnpris und andere um die Gunst der Kunden. Die Öffnungszeiten sind meist von 8 bis 20 Uhr, manchmal sogar rund um die Uhr. Die Preise der Lebensmittel sind ca. um das 1,5 fache teurer als in Deutschland. Bäcker, Metzger oder reine Gemüseladen gibt es in  Norwegen, außer in Großstädten, so gut wie gar nicht mehr. Alles ist aus dem Supermarkt zu beziehen.

Zum Kauf von Alkohol, und hier speziell von Wein oder schärferen Getränken muss man einen Vinmonopolet besuchen. Die Preise für alkoholische Getränke sind wesentlich höher als in Deutschland - die billigste Flasche Weißwein kostet um 10 Euro. Bier zählt offensichtlich nicht zum Alkohol und ist in größeren Supermärkten erhältlich - die Flasche kostet um 5 Euro.

Essen gehen hat in Norwegen auch seinen Preis. Einfache Gerichte sind ab 10 Euro zu haben. 

 

Im Sommer kann man seinen Speiseplan auch gut aus der umliegenden Natur erweitern: Blaubeeren, Brombeeren, Preiselbeeren, Moltebeeren und Pilze gibt es in großen Mengen auf vielen Inseln und auf dem Festland. Entlang der Küste gibt es ganzjährig viel Fisch im Meer, wir haben vor allem Makrele, Kabeljau und Seelachs gefangen. Eine gute und günstige  Angelausrüstung ist in fast jedem Ort erhältlich, ein Angelschein ist auf dem Meer nicht notwendig.

Hafen mit dem Laden praktischerweise gleich nebenan.

 

Bergevik am Eingang zum Lysefjord

 

Schiffsbedarf und Ersatzteile

Die Läden für Schiffsbedarf und Ersatzteile sind stark auf die Fischindustrie ausgerichtet. Im Süden gibt es in Haugesund, Bergen, Malöy, Alesund und Trondheim grössere Läden für den Bootsbedarf. Je weiter man nach Norden kommt, desto geringer wird die Dichte und auch die Auswahl. Allerdings ist die Qualität der in Norwegen hergestellten Ware hervorragend Durch die teilweise extrem rauen Bedingungen im Fischfang findet hier nur brauchbares Material einen Abnehmer.  Wir haben uns z.B mit gefütterten Arbeitshandschuhen ausgerüstet, die beim Fischfang zum Einsatz kommen, die sind warm, wasserdicht und haben guten Grip - und das bei um 8 Euro. Spezielle Ersatzteile für ein Segelboot sind oft nicht auf Lager und dauern ab Bestellung manchmal eine Woche. Wir mussten unseren Windgeber von Raymarine in Trondheim erneuern - er war nicht auf Lager und wurde bestellt - der Vorgang mit Lieferung dauerte 5 Tage.

Alesund; man liegt im Stadtzentrum mit allen Läden in unmittelbarer Nachbarschaft.

 

Gas und Schiffsdiesel

Gas:

Norwegen hat wie viele andere Länder ein eigenes System für Gasflaschen, das mit dem deutschen System nicht kompatible ist. Deutsche Gasflaschen wie z.B. Alugas mit Propangas können aber hier nachgefüllt werden. Meist handelt es sich bei den Stationen um speziellen Containern von LPG. Die blauen Flüssiggasflaschen von Campinggaz sind in Norwegen nicht erhältlich.

Diesel:

Der Schiffsdiesel wird von norwegischen Staat subventioniert und ist grün gefärbt. Der Liter kostet (2016) zwischen 0,8 und 1,0 Euro. An jedem größeren Hafen ist eine Tankstelle vorhanden, das Netz der Tankstellen für Boote ist ausreichend dicht. Wir haben keine Erfahrung mit dem grünem Diesel im Tank bei der Einreise nach Deutschland, da wir von Norwegen nach Shetland gesegelt sind. Wir hatten bei der Einreise nach GB keine Probleme bzw. keine Kontrollen.

Sinnvoll erscheint es den Tankstand bei der Einreise nach Norwegen zu dokumentieren und die Tankbelege aus Norwegen aufzuheben. 

Zum Auffüllen unserer Gasflasche sind wir den Umweg nach Mo I Rana gefahren und wurden dort am Abend mit einer wunderschönen Aurora Borealis belohnt .

 

 

 

 


4. Überwintern des Segelbootes in Norwegen

Der Vorgang, ein Segelboot den Winter über in Norwegen zu lassen gestaltete sich für uns relativ einfach und unbürokratisch. Man kann mit seinem Boot ohne Probleme zwei Jahre in Norwegen bleiben.

 

Hier unsere Anleitung wie es bei uns funktionierte:

Folgende Kriterien waren für uns zur Entscheidung über den Ort in Norwegen wichtig:

  1. Gute Erreichbarkeit nach Deutschland, also Flughafen mit Anbindung nach Deutschland
  2. ein vom westlichen Wetter geschützter Ort, um auch im Winter sicher vor Stürmen zu sein
  3. sicheres Lager an Land (die Winterstürme können sehr heftig werden)
  4. Möglichst ein Laden für Bootausrüstung vor Ort
  5. Versorgungsmöglichkeit mit Lebensmittel vor Ort
  6. Vertrauen in die Marina und sein Personal

Wenn man das Boot über den Winter in Norwegen lagert, muss man vor dem Einlagern beim norwegischen Zoll eine Erlaubnis holen und die Erlaubnis zum Einlagerung über die  sogenannte application for temporary storage beantragen. Der Antrag kann gestellt werden, wenn man sich bereits in Norwegen befindet. Wir haben unser Boot von Mitte Oktober 2016 bis Anfang April 2017 in Norwegen gelassen und sind über den Winter heim geflogen. Der Prozess beim Zoll ist sehr einfach und ging bei uns wie folgt:

  1. Wir haben uns in Norwegen einen Platz zum Überwintern in Brönnöysund bei Smedvik Brygga, Smedvikveien 7, 8907 Bronnoysund nach den genannten Kriterien ausgesucht. Wir waren zum Zeitpunkt unseres Antrags schon in Norwegen.
  2. Antrag auf temporary storage an den Zoll stellen, das Formular gibt es hier.
  3. Ein formlose, unterschriebene Bestätigung der norwegischen Marina/Werft, dass das Boot hier eingelagert wird und zum Antrag dazulegen
  4. Schiffspapiere und Nachweis des Eigentums dem Antrag beifügen
  5. Absenden an die zuständige Zollbehörde
  6. Die erteilte Erlaubnis gilt dann ab Einreise datum nach Norwegen für ein Jahr. Wenn man plant ein zweites Jahr in Norwegen zu bleiben, muss die Verlängerung vor Ablauf des ersten Jahres beantragt werden. Die Bearbeitungszeit betrug bei uns je Antrag ca. 1 Woche.

Entlang der Küste gibt es viele Marinas und Werften, in denen man sein Boot im Winter lassen kann. Wir haben unser Boot (14t, 13m) mit stehendem Mast an Land gelagert, der Transport aus und in das Wasser wurde mit einen Autokran durchgeführt. Als Lagerkosten auf einem Bock wurden ca. 110Euro/Monat berechnet. Für den Kran kamen nochmals jeweils 100 Euro dazu. Wir haben für die 5 Monate in Summe ca. 800 Euro bezahlt. Wobei Strom und Wasser inkludiert waren. Angeschlossen an unserem Liegeplatz gab es auch eine recht günstige Möglichkeit zum Übernachten.

Winterlager mit Schnee, da heißt es erstmal Schneeschippen um in die Kajüte zu kommen.

 

 

 

 

 


5. Mooring und Ankern

In Norwegen gibt es viele Häfen, Marinas und Ankerplätze. Als nützliche Informationsquelle hat sich für uns der Havneguiden 5 erwiesen, der viele Häfen, Marinas und Ankerplätze ausweist. Die Häfen und Marinas werden auch in Norwegen immer öfter mit Schwimmstegen ausgerüstet. Strom und Wasser ist meist am Steg vorhanden. Da es sich auch manchmal um Privatstege handelt, an denen Plätze frei sind, ist ein Anruf bei den angegebenen Rufnummern am Steg ein Gebot der Höflichkeit - wir wurden nie abgewiesen. In einigen Häfen gibt es Gemeindestege, die als festes Bauwerk installiert sind und dem Tidenhub, der der in Norwegen maximal 3m beträgt, ausgesetzt sind. Auch hier gilt es vorher zu Fragen, ob das Anlegen ok ist.  Fragen hilft auch beim Mooring an Fischerbooten, da die Fischer manchmal früh morgens losfahren wollen. Oft sind die Gemeindestege Stege mit alten Autoreifen abgefendert. Hier haben sich für uns, neben den normalen Fendern, zwei große Kugelfender und vier 15m Leinen bewährt. Oft ist auch an diesen Stegen ein Stromanschluss vorhanden. Da der Stromanschluss manchmal etwas entfernt liegt, ist eine 100m Kabelverlängerung hilfreich. Die Stecker sind CEE und/oder Schuko.

Um Wasser zu bunkern ist es ratsam seinen eigenen Wasserschlauch zu verwenden, da die vorhandenen Schläuche oft alt sind, und die Qualität des Wassers dadurch fragwürdig ist. Hier haben sich bei uns ca. 75m Schlauch bewährt. Das Anschlusssystem entspricht dem in Deutschland.

Im Durchschnitt haben wir 15 Euro pro Nacht an Liegegebühr inklusiv Strom und Wasser gezahlt. Am teuersten war es in Bergen im Stadthafen mit 25Euro ohne Strom und Tromsö in der Stadtmitte mit 23Euro mit Strom. Manchmal ist das Liegen auch kostenlos. Für die Bezahlung liegen oft Kuverts aus, in den man seinen Obulus steckt. Hafenmeister gibt es nur in den großen Städten. Manche Häfen sind mit einem elektronischen Bezahlsystem ausgerüstet, für das man das App gomarina mit Kreditkarte auf seinem Smartphone benötigt.

Auf Anker liegen wir sehr wenig, weil wir immer an Land Touren unternehmen wollen und dazu viel unsere Räder benutzen. 

 

 

 

 


6. Mobilfunk und WLAN

Norwegen hat eine sehr gute Abdeckung des Mobilfunknetzes bis hinauf zum Nordkap. Oft hat man sogar einige Seemeilen von der Küste entfernt sehr guten Empfang, und das Telefonieren und der Empfang von Wetterdaten ist gut möglich. Den auf unserem Boot installierte Amateurfunk haben wir deshalb auf dieser Reise nicht benutzt. Das Mobilfunknetz in Norwegen hat oft 3G bzw. 4G Standard . Wir haben eine deutsche SIM-Karte mit 6GB Datenvolumen dabei, bei der freies Roaming in der Ländergruppe 1 enthalten ist. Norwegen ist in der Ländergruppe 1. Eine Datenmenge von 6GB war für uns ausreichend.

Neben dem Mobilfunknetz verfügen viele Häfen über ein freies WLAN Netz. Darüber hinaus hat fast jedes Kaffee, Laden oder der örtliche Supermarkt ein eigenes WLAN Netz. Oft sind diese Netzte mit einem Passwort geschützt, dass man aber auf Anfrage erhält. Die Reichweite dieser WLAN-Netze ist allerdings oft nur auf knapp unter 100m begrenzt. In unserem Boot aus Aluminium war da trotzdem oft kein Empfang möglich, obwohl die Antenne sehr Nahe erschien. Man hat trotz entfernter Antenne noch zwei Möglichkeiten, doch noch einen Empfang im Boot herzustellen: entweder man verholt sein Boot nahe zur WLAN Antenne, oder man hat, so wie auf unserem Boot, eine außen installierte WLAN Antenne. Dabei führen wir das empfangene Signal verstärkt nach Innen in das Boot zu einem Router, über den dann im Schiff ein schiffeigenes WLAN erzeugt wird. Diese Lösung erhöht den Empfangsradius auf mehrere 100m. Eine sehr gute und einfache Anleitung zum Bau eines eigenen WLAN-Netzes auf dem Boot findet Ihr hier. Ich habe die vorgeschlagene Lösung so auf meinem Boot eingebaut - funktioniert!

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