Te Araroa 2019, Neuseeland

Wir wandern ab Januar 2019 den Te Araroa, eine Wanderung längs durch Neuseeland mit einer Länge von 3000 km. Unser Plan ist vom Süden nach Norden zu gehen, da wir so beim Start im Januar im Süden die trockenste Jahreszeit haben. Außerdem gibt es auf dem Nordteil dann weniger Stress mit dem Winter. Wir starten in Bluff und unser Ziel ist das Cape Reigna auf der Nordinsel. Dazwischen kann viel passieren - mal sehen wie weit wir kommen.

Der nachfolgende Blog soll Euch zeitnah informieren, wie wir vorankommen.  Da wir einen Tracker mitführen, könnt ihr auf der Karte sehen, wo wir uns gerade befinden. In unserem Tagebuch gibt es wieder Bilder und Informationen über die Wanderung - stay tuned!

Auf unserer Packliste könnt ihr sehen, was wir alles mit uns führen. 

From January 2019 onwards we are hiking Te Araroa (the long Pathway), a long-distance trail through New Zealand stretching over 3000 km. Our plan is to walk from the south to the north – this way we will start during the driest season in the south and we will have less problems with the winter in the north. We will start in Bluff and our destination is Cape Reigna on the north island. In between a lot can happen – let’s see how far we can go.

In the following blog we will keep you posted on our progress. As we have a tracker with us you can track us on the map. In our blog you can see pictures and get information about the hike - stay tuned!


Te Araroa Tracking und Tagebuch (Start 22.01.2019)

So funktioniert das Tracking

Unsere Wanderung entlang des Te Araroa wird mit einem Satellitensystem aufgezeichnet. Wir benützen das Gerät Spot Gen3, das während der Wanderung oben auf dem Rucksack befestigt wird. Die vom SPOT Gen3 erfassten Koordinaten werden auf unsere Homepage projiziert. Zum Aktualisieren der Daten einfach diese Seite wieder neu laden. Die Zeitstempel der Punkte entsprechen Neuseeland Ortszeit und sind 12 Stunden versetzt.

Unten findet Ihr unser chronologisches Tagebuch mit Text und Bildern. Wir hoffen Euch gefällt der Blog. Eure Kommentare sind wie immer sehr willkommen.


Our hike along Te Araroa will be documented by satellite. The tracker we are using is a SPOT Gen3 which will be fastened to the top of the backpack. The coordinates recorded by SPOT Gen3 will appear on the map to the left . Just refresh this website to see our progress. The time of these coordinates are according to the local time in New Zealand.

Below you can find our chronologically organized blog with text and pictures. We hope you like our blog. Your comments are always welcome.



Te Araroa Tagebuch


18.03.2019 Von der Bucht Ship Cove nach Havelock

Der Queen Charlotte Track liegt hinter uns. Welch ein Kontrast zum bisher erlebten Te Araroa. Zunächst geht es mit dem Schiff von Picton zur Ship Cove, wo das sehr informative Monument über James Cook und seinen Anlandungen in den verschiedenen Buchten des Sounds steht. Unser Fährschiff fährt nicht direkt zum Startpunkt in Ship Cove, sondern liefert noch nebenbei an viele Häuser im Queen Charlotte Sound die Post aus. Wir bekommen für den Fährpreis eine Rundfahrt im Sound inkludiert. Der 76 km lange Weg entlang des Queen Charlotte Tracks ist meist sehr breit, sodass wir oft nebeneinander gehen können. Die Steigungen sind gemäßigt und führen oft vorbei an Aussichtspunkten an denen informative Schautafeln aufgestellt sind, auf denen die Tier- und Pflanzenwelt aber auch die Geologie erklärt wird. Der Weg führt meist entlang der vielen Buchten durch einen dichten Regenwald, in dem es erfreulich viele Vögel gibt. Vor allem der diebische Weka hat es uns angetan. Oft schleicht er leise und unbemerkt von hinten an und entwendet alles was er erwischen kann. Wir waren vorgewarnt und passen auf unsere Sachen auf.

18.03.2019 From Ship Cove to Havelock

The Queen Charlotte Track is behind us. What a contrast to the rest of the Te Araroa on the South Island. We started off on a boat ride from Picton to Ship Cove where the very informative monument dedicated to James Cook and his landing in the many bays in the Sounds is located. Our ferry doesn’t go directly to the starting point in Ship Cove but also delivers the mail to many of the Houses in the Queen Charlotte Sound. So, the price of one ferry ride practically includes a free tour as well. The 76 km long path of the Queen Charlotte Track is very wide so we can walk next to each other most of the time. The inclines are moderate, and along the path there are many viewpoints with informative panels about the flora, fauna and the geology. Most of the time the path leads along the many bays through the thick rain forest with the many birds. We especially like the cheeky Weka. Very often it tries to sneak up from behind and take everything he can get. We have been warned beforehand and are careful.



14.03.2019 Te Araroa Südinsel jetzt von Nord nach Süd

Nach zwei Tagen in St. Arnaud, in denen wir ständig den Wetterbericht auf Windy und dem Neuseeländischen MedService beobachten, ist uns klar, dass das langanhaltende schöne Wetter vorbei ist und es regnet weiter. Die 8-tägige Etappe über die Richmond Range müssen wir verschieben. Das Risiko ist uns einfach zu hoch, da der Weg mit steilen Bergpassagen und vielen Flussdurchquerungen gespickt ist, die ein Durchkommen bei diesen Wetterbedingungen unmöglich machen können. Wir entscheiden uns erst mal ganz in den Norden der Südinsel zu fahren und die zwei letzten Etappen auf der Südinsel, den Queen Charlotte Track und die Richmond Range, von Nord nach Süd zu gehen. Da nach den geplanten 4 Tagen für den Queen Charlotte Track eine Wetterbesserung eintreten soll, wollen wir dann über die Richmond Range in Richtung Süden bis St. Arnaud gehen.

Heute trampen wir also von St. Arnaud nach Nelson und dann weiter nach Havelock. Eine Busverbindung von St. Arnaud bis Nelson gibt es nur zweimal die Woche. Sogar die Touristeninfo empfiehlt uns zu trampen. Autos fahren anfangs auch nur sehr wenige, sodass wir für die 120 km fast den ganzen Tag benötigen. Für Morgen haben wir einen Bus von Havelook bis Picton reserviert, der uns zum Wassertaxi am Hafen bringen soll. Das Boot fährt uns an die Nordspitze der Südinsel, wo wir dann unseren Weg entlang des Te Araroa bzw. des Queen Charlotte Tracks zurück nach Havelook beginnen wollen. Am Anlegepunkt des Taxis soll eine große Statue von James Cook stehen, der hier mit seinem Schiff Endeavour geankert hat. Wir sind schon gespannt!

14.03.2019 Te Araroa South Island now from the north to the south

After two days in St. Arnaud, which we spend constantly checking the weather forecast on Windy and the Kiwi MedService, we realize that the long-lasting weather has passed, and it will keep on raining. We have to postpone the 8-days-long leg over Richmond Range. It is simply too risky with the steep track and many river crossings that are impossible to undertake in this weather. Instead, we decide to drive to the very north of the South Island and walk the Queen Charlotte Track and across the Richmond Range from north to south. As the weather is supposed to get better after the 4 days it takes to walk the Queen Charlotte Track, we want to tackle the hike over the Richmond Range until St. Arnaud then.

So today we are hitchhiking from St. Arnaud to Nelson and then to Havelock. The bus from St. Arnaud to Nelson only goes twice a week. Even the people in the tourist information tell us to hitchhike. However, there are not many cars driving to Nelson, so we need the whole day for the 120 km. We have booked a bus from Havelook to Picton tomorrow which will take us to the water taxi in the harbor. The taxi will take us to the most northern part of the South Island to the start of Queen Charlotte Track which ends in Havelook. At the starting point of the Track there is supposed to be a big statue of James Cook, because this is where he landed with his ship Endeavour. We are curious to see what it’s like!



11.03.2019 Von Boyle nach St. Arnaud

Es regnet in Strömen. Immer wieder entladen sich die dunklen Regenwolken fast sintflutartig über dem kleinen Ort St. Arnaud. Wir sind hier gestern gerade noch trockenen Fußes angekommen und haben jetzt ein festes Dach über dem Kopf.

Die letzten sechs Tage waren sehr anstrengend und haben uns viel abverlangt. Der Te Araroa führt von Boyle Anfangs entlang des St. James Walkway und über den Waiaupass zum Blue Lake. Vom dort geht es dann weiter durch den alpinen Nelson Lake National Park über den Travers Sattel zum Lake Rotoiti und letztendlich am See entlang nach St. Arnaud.

Mit schwer beladenen Rucksäcken und Proviant für 7 Tage gehen wir zunächst von Boyle aus entlang des St. James Walkway in zwei Tagen zur Anne Hut. Von dort führt der Weg durch ein weites flaches Tal 30 km bis zur neuen Waiau Hütte. Hier gibt es sechs Schlafplätze und Millionen von Sandfliegen. Wir sind heute leider die einzigen menschlichen Gäste in der Hütte und somit die alleinigen Blutspender. Da die Blutsauger nicht nachtaktiv sind, sind wir froh, dass es ab 20 Uhr endlich dunkel ist. Am nächsten Morgen gehen wir weiter entlang des enger werdenden Tales zum gefürchteten Waiau Pass.

Viele Horrorgeschichten sind über den steilen Auf- und Abstieg des Waiau Passes in den Sozialen Medien des Te Araroa zu lesen. Es gibt auch vor allem im Frühsommer leider immer wieder Unfälle, wenn am Pass noch Schnee liegt. Der Weg führt dann aus dem Waiautal heraus und auf der rechten Talseite immer steiler werdend in ein Hochtal. Vom Hochtal führt der Weg über eine steile Felsrippe die letzten 400 Höhenmeter auf den 1870 m hohen Pass. Leider laufen wir die letzten 100 Höhenmeter im dichten Nebel, sodass wir nichts von der gepriesenen Aussicht auf die umliegenden Berge mitbekommen. Der Abstieg geht dann in steilen Schotterrinnen hinunter zum Lake Constance bis zum Blue Lake. Am See liegt die Blue Lake Hut, auf der wir übernachten. Der Blue Lake ist den Maoris heilig und im See darf daher nicht gebadet werden. Er gilt als einer der reinsten Seen weltweit. Er wird gespeist aus dem höher liegenden Lake Constance, von dem der Abfluss durch eine riesige Moräne gefiltert in den Blue Lake läuft.

Am nächsten Tag mühen wir uns steile 1200 Höhenmeter hoch über den Travers Sattel und von dort hinab zur Upper Travers Hut. Am letzten Tag dieser Etappe wandern wir dann bergab bis zum Rotoiti Lake und entlang des Sees bis nach St. Arnaud.

11.03.2019 From Boyle to St. Arnaud

It’s pouring rain. It is almost a torrential rain that comes from the dark rain clouds above the little village St. Arnaud. We arrived here just yesterday in the dry.

The last six days were very exhausting and pushed us to our limits. From Boyle Te Araroa follows the St. James Walkway over the Wainau Pass to the Blue Lake. From there we walked through the alpine Nelson Lake National Park over the Travers Saddle to Lake Rotoiti and along the lake to St. Arnaud.

With our filled up heavy backpacks we follow the St. James Walkway from Boyle to the Anne Hut which takes two days. From there the path goes along a level wide valley for 30 km to the new Waiau Hut. There are six sleeping spaces here and millions of sand flies. Unfortunately, we are the only human visitors today and therefore the only blood donors. Sand flies are only active during the day, so we are grateful when it gets dark at 8 PM. On the next morning we follow the valley that leads to the feared Waiau Pass.

There are many horror stories concerning the steep ascent and descent to and from the Waiau Pass on the Social Media sites of Te Araroa. Especially in the beginning of summer there are many accidents when the pass is still covered in snow. The path leads out of the Waiau valley up the right side up to a high valley. From there the path runs over a steep rock rib the last 400 meters climb to an 1870 m high pass.

Unfortunately, we are surrounded by fog during the last 1000 meters ascent so we cannot see the much-praised panoramic view of the surrounding mountains. The path down to Lake Constance until the Blue Lake runs through a steep couloir. At the lake there lies the Blue Lake Hut in which we will stay overnight. The Blue Lake is holy in Maori culture therefore, you are not allowed to go swimming there. It is one of the clearest lakes in the world. The water comes from the higher Lake Constance and is filtered by a massive moraine before it flows into the Blue Lake.

The next day consists of a climb of 1200 meters in height over Travers Saddle and down to the Upper Travers Hut. On the last day of this leg we descent to the Rotoiti Lake and along the lake to St. Arnaud.

 



05.03.2019 Vom Arthur's Pass nach Boyle

Am nächsten Tag war das Wetter wieder schön. Wir trampen wieder zum Arthurs Pass hoch, um die nächsten Etappen in Angriff zu nehmen. Trampen geht in Neuseeland sehr gut. Spätestens nach 10 min hält ein Auto an – zumindest auf den Hauptrouten. Bei wolkenlosem Wetter laufen wir langsam 4 Stunden zur Goat Pass Hut und dem gleichnamigen Pass hoch. Dort treffen wir wieder auf das kanadische Paar, das auch Richtung Norden läuft und dem wir schon mehrmals seit unserem Start in Invercargill begegnet sind. Sie haben die Schlechtwetterfront auf der Hütte abgewartet. Von der Hütte auf dem Pass gehen wir am nächsten Morgen gemeinsam den gefürchteten Deception River hinunter. Viele Wanderer vermeiden diesen Teil des Te Araroa und weichen auf die Umgehung über den Arthurs Pass aus. Der Weg verläuft viele Kilometer im engen und teilweise sehr steilen Flusstal. Bei starkem Regen ist das Tal lebensgefährlich und nicht zu begehen. Der Regen von gestern war aber nicht stark genug, sodass wir gut und sicher das Tal hinunterkommen und unten dann nach rechts zum Harper Pass abbiegen können. Die nächsten Tage geht es meist weglos in einem weiten Flusstal zum Harper Pass hinauf. Die Landschaft ist gekennzeichnet von weiten steppenartige Wiesen unterbrochen von Wäldern mit großen Bäumen. Viele Vögel sind zu hören und zu sehen. Wir laufen über die 900 km Marke. Vorbei am Lake Sumner geht es letztendlich über den Kiwi Pass nach Boyle. Von dort locken uns die heißen Quellen nach Hamner Springs, in denen wir uns von den Anstrengungen der letzten Tage erholen wollen.

05.03.2019 From Arthur's Pass to Boyle

The next day brings nice weather. We hitchhike back up to Arthur's Pass to continue our journey. Hitchhiking in New Zealand is very easy. After maximal 10 min a car stops – at least along the main roads. With no cloud on the horizon we slowly walk 4 hours until passing the Goat Pass Hut and up the Goat Pass. Here we meet the Canadian couple once again – they are also northbound, and we have crossed paths with them several times since our start in Invercargill. They waited in the hut for the bad weather to pass. On the next day we walk up to the pass and down to the feared Deception River together. Many hikers avoid this part of Te Araroa and instead walk over Arthur's Pass. For many kilometers the trail follows the narrow and at times very steep river valley. When it rains a lot, the valley is extremely dangerous, and you cannot walk through it. However, the rain yesterday was not strong enough so that we experience no problems walking down the valley and at the end we take a right to Harper Pass. The next couple of days consist of walking without a visible trail up the river valley to Harper Pass. The scenery consists of wide steppe-like fields that alternate with forests with massive trees. You can hear and see many birds. We pass the 900 km mark. Past Lake Sumner we cross the Kiwi Pass to get to Boyle. In Boyle the hot springs are calling where we want to relax after the strain of the last couple of days.



26.02.2016 Vom Fluss Rakaia zum Arthur's Pass

Der Ruhetag in Methven hat uns richtig gutgetan. Bestandsaufnahme der Ausrüstung, Essen gehen, die Vorräte auffüllen und die Routenplanung für den Weiterweg stehen an. Viele Wanderer haben den Wettersturz genutzt, um hier genau das auch zu tun. Mit zwei Kanadiern und Adrian organisieren wir am nächsten Tag eine Fahrgelegenheit für den Weiterweg nördlich vom Rakaia. Wir gehen vom Ende der Straße den Harper Valley Track zur Hamilton Hut. Die Hütte ist mit 20 Schlafplätzen sehr groß. Bis zum Abend sind aber schon mehr als 25 Wanderer hier, sodass einige auf der Wiese vor der Hütte zelten. Am nächsten Morgen gehen wir im Flusstal weiter zum Lagoon Sattel und nördlich hinunter zur Arthur's Pass Straße. Wir trampen die 7 km zum Pass hoch, da wir keine Lust haben auf dieser viel befahrenen Straße zu gehen. Im DOC am Pass holen wir uns den aktuellen Wetterbericht und Rat für den Weiterweg durch den berüchtigten Deception River. Da Morgen starke Niederschläge angesagt sind, beschließen wir an die Westküste nach Greymouth zu trampen, um diese Wetterphase dort auszusitzen. Wir haben Glück und werden von zwei Deutschen mitgenommen, die mit uns zu einem Aussichtspunkt an der Straße fahren, wo gleich fünf Keas ihr Unwesen treiben.

Den Vogel Kea gibt es nur auf der Südinsel Neuseelands und er ist mit geschätzten 1000 Exemplaren, wie fast alle endemischen Vögel Neuseelands, vom Aussterben bedroht.

26.02.2016 From the Rakaia River to Arthur's Pass

The day of rest in Methven did wonders. Inventory of the equipment, going out to eat, stocking up on supplies and planning the next days are on the agenda. Many hikers use the bad weather to do just that. Together with two Canadians and Adrian we organize a ride to the north of the Rakaia River. At the end of the road we follow the Harper Valley Track to the Hamilton Hut. The hut is very big with 20 sleeping places. However, by evening there are already 25 hikers here so some of them camp in front of the hut. On the next morning, we follow the river valley to the Lagoon Saddle and down to the Arthur's Pass road. We hitchhike the 7 km up to the pass, because we don’t feel like walking along this busy road. At the DOC at the pass we ask for the current weather forecast and tips for crossing the notorious Deception River. As the forecast predicts rain for the following day, we decide to hitchhike to Greymouth on the west coast to wait for the weather to pass. We are lucky and get a ride from two Germans who drive to a view point on the road where we discover five Keas messing about.

The Kea-bird only lives on the South Island of New Zealand and with an estimated population of 1000 they are an endangered species like almost all of the endemic birds in New Zealand.



23.02.2019 Vom Rangitata Fluss bis zum Rakaia Fluss

Uns blieb fast das Mittagessen im Hals stecken, als uns ein einheimischer Wanderer zwei Tage nach unserer Durchquerung des Rangitatas die offiziellen Messdaten des Flusses zeigte - am Morgen nach unserer Durchquerung ist der Wasserspiegel innerhalb von 2 Stunden von 70 cm auf über 300 cm gestiegen. Als wir von der sicheren Wiese am nächsten Morgen gestartet sind, war uns durch den ständigen Regenbogen im Westen zwar klar, dass es am Hauptkamm stark regnete, während bei uns die Sonne schien. Uns war jedoch nicht bewusst, dass der Regen den Wasserpegel eines so breiten Flusses derart schnell heben kann - das Vergnügen der Durchquerung des Rangitatas kann sehr schnell zu einer lebensgefährlichen Situation werden, da man mindestens 2 Stunden braucht, um alle Flussarme zu durchqueren. Wir würden eine Durchquerung nicht mehr machen.

Am Morgen geht es erst mal zum Mt Pott Carpark. Westlich stehen einige Hügel im Flusstal, in dem Szenen vom Film Herr der Ringe gedreht wurden. Die heutige Etappe zur Manuka Hut ist zwar flach und landschaftlich sehr schön, aber mit 35 km etwas zu lang für uns. Dennoch wollen wir uns beeilen, da in drei Tagen ein Wettersturz ansteht mit Starkregen und Schneefall bis ins Tal. Da wir am Ende dieser Etappen am Fluss Rakaia stehen, sind wir froh Adrian unterwegs zu treffen, der mit seinem Funkgerät einen Bus nach Methven organisieren kann. Die kommende Nacht zelten wir 100 m neben der Hütte, da diese bei unserer Ankunft bereits von sechs Wanderern mit Ziel Süden voll belegt ist. Wir ziehen das Zelt der Hütte vor, da wir hier unseren Schlafplatz haben und niemand schnarcht. Um Mitternacht wachen wir auf, da ein am Abend aufkommender Wind sich zum Sturm entwickelt hat, und zu allem Überfluss sich auch noch durch starkes Wetterleuchten ein Gewitter vom Westen ankündigt. Da wir auf der morgigen Etappe einen Fluss oft queren müssen, schmieden wir schon Pläne für eine sichere Alternative. Das Gewitter verzieht sich, der Sturm bleibt. Da wir um 5 Uhr in der Früh wegen des ständigen Klapperns des Zeltes durch den Sturm eh nicht mehr schlafen können, packen wir zusammen und gehen mit Stirnlampe los. Vorbei an der Doppel Hut sind wir am späten Vormittag am Clent Hills Sattel, wo wir an einem windgeschützten Platz erst einmal ausgiebig Frühstücken. Der Weg hinab zur Comyns Hut durch den Round Hill Creek entpuppt sich dann zwar wie erwartet als nasser Weg mit häufigen Flussdurchquerungen, aber da der Wasserpegel nie Kniehöhe erreicht, ist die Schlucht nicht besonders schwierig. Wir gehen noch weiter bis zur A Frame Hut, wo wir wieder Adrian treffen, der uns durch seinen schnellen Gang am vorherigen Tag enteilt ist. Nach der A Frame Hut geht es gemütlich und bei noch schönem Wetter zum Rakaia Fluss hinab, wo uns Wayne abholt und nach Methven fährt. Als wir in Methven ankommen regnet es bereits, und am nächsten Tag sind die Berge um uns herum oben alle weiß vom Schnee.

 

23.02.2019 From the Rangitata River to the Rakia River

We almost couldn’t believe it after a local hiker showed us the official measuring data of the Rangitata River two days after our crossing – on the morning after our crossing the water level rose from 70 cm to over 300 cm within two hours. When we set off from the save field that morning, we did notice the constant rainbow in the west, which meant that it had to be raining in the mountains while the sun was shining here. However, we did not know that the rain would make the water level of such a wide river rise that fast – the fun of crossing the Rangitata can quickly turn into an extremely dangerous situation because you need at least two hours crossing all the branches of the river. Looking back, we would not do it again.

In the morning our first destination is Mt Pott Carpark. In the west you can see the hills in the valley where they filmed parts of Lord of the Rings. The leg today is level and the scenery is beautiful but with 35 km a bit too long for us. However, we want to hurry, because in three days it is supposed to rain and even snow down to the valley. As leg ends at the river Rakaia and we are happy to meet Adrian on our way who organizes a bus to Methven with his radio phone. That evening we camp 100 m from the hut, because six people heading south are already occupying the hut. We prefer our tent to the hut anyway because nobody snores here, and we have a place to sleep. We wake up at midnight because the breeze that was blowing in the evening has turned into a storm and if that wasn’t enough sheet lightning in the west also indicated a thunder storm. Because we have to cross through a river several times on our hike tomorrow, we already thinking of alternatives. The thunder storm vanishes, the storm stays. At 5 AM we cannot fall asleep because of the clatter-noise the tent makes in the wind, so we decide to pack up and take off with our headlamps. Past the Doppel Hut we reach the Client Hills Saddle late in the morning, where we search for a spot sheltered from the wind to have breakfast. Like we expected the path down to the Comyns Hut through the Round Hill Creek turns out to be a wet path where we have to cross through the creek several times, however, as the water never is higher than up to our knees the hike is not very challenging. We continue to the A Frame Hut where we catch up to Adrian who we lost the day before because he walks much faster than us. After passing the A Frame Hut the path continues down to the Rakaia River where Wayne picks us up and drives us to Methven. When arriving in Methven it is already raining and on the next day the mountains surrounding us are covered in snow.



20.02.2019 Von der Royal Hut zum Rangitata Fluss

Vor uns liegt zwei Tage entfernt ein kritischer Abschnitt des Trails - der Rangitata Fluss. Der Fluss wurde zur Gefahrzone erklärt, und das Durchqueren wird nicht empfohlen. Die Alternative ist per Anhalter 40 km bis zur Brücke im Osten und auf der anderen Seite des Flusses wieder 40 km zurück nach Mount Pott zu fahren. Wegen des niedrigen Wasserstands sind aber einige entgegenkommende Wanderer durch den Fluss gegangen. Der Rangitata hat ein 5 km breites Flussbett, das stark mäandernd durch das Tal zieht. Der Flusslauf wird durch jeden stärkeren Niederschlag geändert. Da der Fluss in dem von Nord nach Süden ziehenden Hauptgebirgskamm der Südinsel entspringt, in dem es im Jahr bis zu 8 m regnet, ändert sich der Flusslauf daher oft. Auf der letzten Hütte vor dem Fluss, der Crooked Spur Hut, gibt uns ein Einheimischer noch entscheidende Tipps, sodass wir beschließen doch eine Durchquerung zu wagen.

Es ist inzwischen 17 Uhr, als wir am Fluss ankommen – wir wollen die Durchquerung trotzdem noch angehen, da der Wetterbericht für die nächsten Tage Regen angesagt hat. Der Wasserpegel soll aktuell bei niedrigen 70 cm sein, aber morgen steigen.

Zuerst geht es weglos etwa 2 km in einer steppenähnlichen Graslandschaft leicht bergab zum Flussbett. Die ersten Flussläufe sind sichtbar und scheinen auch machbar. Das Wasser ist schon etwas milchig, es hat wohl in den Bergen schon etwas geregnet. Bedächtig und langsam durchqueren wir die ersten Läufe – das Wasser reicht uns bis knapp über die Knie. Wir balancieren mit beiden Stecken immer auf der Suche nach sicherem Halt durch die Strömung. Der nächste Lauf ist breiter und die Strömung scheint stark zu sein - ob das klappt? Wir gehen lange am Ufer des Flusslaufs entlang, bis wir eine scheinbar geeignete Stelle finden. Zweimal muss ich im Wasser umkehren, da mir die Strömung zu stark ist. An der Dritten Stelle funktioniert es - das Wasser reicht uns bis zur Hüfte, die Strömung ist stark. Jetzt nur keinen Trittfehler machen. Der breiteste Lauf ist wohl durchquert. Da das Flussbett so breit ist, hat man nie eine gesamte Übersicht über das was noch bevorsteht. Nach zwei weiteren kleineren Läufen kommt der letzte Flusslauf, der mit klarem Wasser aus einem Seitental strömt. Wieder reicht uns das Wasser bis zur Hüfte, aber wir kommen durch. Wir laufen noch einen Kilometer, bis wir das trockene Grasland erreichen. Im Sonnenuntergang bauen wir erschöpft und noch ganz beeindruckt von der Durchquerung unser Zelt auf.

20.02.2019 From the Royal Hut to the Rangitata River

Two days ahead lies a critical part of the trail – the Rangitata River. The river has been declared a hazard zone and crossing it is not advised. The alternative is to hitchhike 40 km east to the bridge and hitchhike 40 km back to Mount Pott on the other side. Because of the low water level some of the hikers walking south have crossed through the river. The Rangitata has a 5 km wide river bed, that meanders through the valley. The river course changes with every heavy precipitation. As the river rises in the main mountain range on the South Island where it rains 8 m per year the river course changes often. At the last hut before the river, the Crooked Spur Hut, a local gives us tips and we decide to try crossing through the river. It is already 5 PM when we arrive at the river – but we still want to cross today because the weather forecast for the next couple of days predicts rain. The water level is at a low of 70 cm right now but predicted to rise tomorrow.

First we walk 2 km through a steppe-like prairie without a path down two the river bed. We can see the first streams and they seem crossable. The water is already a bit milky, which can only mean that it is already raining in the mountains. Carefully and slowly we cross through the first meanders – the water comes just above our knees. We are using our two poles to help us balance through the current. The next meander is wider, and the current seems stronger – is this going to work? We walk alongside the river until we find a possible crossing. I have to turn around in the middle of the river twice because the current is too strong. Third time’s a charm – the water comes up to our hips and the current is strong. There is no room for mistakes. It seems like we have made it through the widest meander but because the river is so wide you cannot possibly see what lies ahead. After two smaller meanders comes the last meander with clear water. The water is up to our hips again, but we make it through. After that we continue for one kilometer until we reach the dry prairie. At sunset we put up our tent, completely exhausted and still impressed by the crossing.



19.02.2019 Von Twizel zur Royal Hut

Beim Hobbithaus steigen wir auf das Fahrrad um. Die nächsten zwei Etappen gehören zwar landschaftlich zu den eindrucksvollsten Etappen des gesamten Te Araroas, doch der 60 km lange Weg zum Lake Tekapo führt meist auf einer unasphaltierten Straße flach entlang eines Kanals, der ein Wasserkraftwerk speist. Das Wetter ist fantastisch, und immer wieder eröffnen sich entlang der Strecke traumhafte Ausblicke auf den Mount Cook, der mit 3700 m höchste Berg Neuseelands. Vom Lake Tekapo geht es dann zu Fuß weiter auf dem Richmond Trail. Am nächsten Tag erreichen wir den Stag Sattel, der mit 1925 m der höchste Punkt des Te Araroa ist. Kurz vor dem Sattel zweigen wir noch zum 2070 m hohem Beuzenberg Peak ab. Im Tal hinter dem Sattel liegt die Royal Hut, die von Prinzessin Anne in den 70gern besucht wurde - nicht zu Fuß, aber doch ganz royal mit dem Air Force Helikopter.

19.02.2019 From Twizel to the Royal Hut

At the hobbit house we change our mode of transport to bikes. The next two legs are said to have the most beautiful scenery of the whole trail however, it is a 60 km long unpaved flat road along a channel that feeds a hydroelectric power plant. The weather is phenomenal and every so often you have a fantastic view of Mount Cook, with 3700 m the tallest mountain in NZ. From Lake Tekapo we follow the Richmond trail by foot. The next day we arrive at the Stag Saddle, the highest point of Te Araroa with 1925 m. Just before the saddle we decide to take a detour to the 2070 m high Beuzenberg Peak. In the valley behind the saddle lies the Royal Hut, a hut which Princess Anne visited in the 70s – not by foot but royally by Air Force helicopter.



500 km sind geschafft | 500 km done
500 km sind geschafft | 500 km done

17.02.2019 Von Wanaka nach Twizel

Diese Etappe ist geprägt von unserer ersten großen Flussdurchquerung durch den Ahuriri Fluss. Beim Start in Wanaka machen wir uns bereits Gedanken, wie wir da durchkommen. Der aktuelle Wasserstand bei der Durchquerung wird der entscheidende Faktor sein. Da alle Flüsse aus dem Gebirge vom Westen kommen, ist entscheidend wie viel es an der Westküste und am Flussursprung regnet.

Doch zunächst geht es von Wanaka relativ flach nach Lake Hawea. Zwischendurch kommen zwei Cafés, wo wir uns jeweils einen guten Cappuccino und ein Frühstück gönnen, bevor es am Ende des Sees erst mal 1000 Hm auf den Breast Hill geht. Man kann den Gipfel auch umgehen, aber bei bestem Wetter wollen wir uns diese sensationelle Aussicht vom Gipfel nicht entgehen lassen. Vom Gipfel geht es dann hinunter zur Stoody Hut und weiter entlang eines engen Flusstals zur Top Timaru Hut. Wir Zelten neben dem Weg zwischen den beiden Hütten, geeignete Plätze gibt es reichlich. Der Pfad entlang des Flusses geht immer wieder steil an den Uferflanken hoch und ist sehr anstrengend. Nach der Top Timaru Hut geht der Weg oberhalb der Baumgrenze auf den Marthapass, mit 1780 Hm unser bisher höchste Punkt auf dem Te Araroa. Hinter dem Pass passieren wir die Tin Hut und Zelten dann 4 km vor dem Ahuriri Fluss. Jetzt sind wir sehr gespannt, wie viel Wasser und Strömung der Fluss hat. Am Morgen klettern wir die steile Uferböschung nach unten und suchen einen geeigneten Übergang. Zwei große orange Dreiecke an den Uferböschungen markieren mögliche Furten. Der Fluss hat wohl gerade eher wenig Wasser. Wir kommen ohne große Probleme durch das hüfthohe Wasser. Der Weiterweg gestaltet sich eher unspektakulär, da es zum Regnen anfängt und somit die Sicht über den nächsten Pass und zum Lake Ohau sehr beschränkt ist. Als wir am Lake Ohau ankommen, sind wir total durchnässt und nach 34 km auch ziemlich erschöpft. Wir finden in der Lake Ohau Lodge noch ein freies Zimmer mit Abendessen und Frühstück - was für eine Wohltat nach diesen anstrengenden Tagen. Von der Lodge geht es dann immer an See entlang und anschließend weiter flach bis Twizel. In Twizel übernachten wir in einem Hobbithaus, das von einem Trailangel an Wanderer angeboten wird.

17.02.2019 From Wanaka to Twizel

During this leg we had to cross the first big river – the Ahuriri River. When taking off in Wanaka we are already thinking of how we will get across. The main factor will be the current water level. As all rivers rise in the mountains in the west, the water level depends on how much it rains there.

But first the walk from Wanaka to Lake Hawea is relatively level. We pass 2 Cafés where we stop for a Cappuccino and a breakfast and at the end of the lake the path goes up 1000 meters in height onto the Breast Hill. You can also walk around the peak but with the great weather we are having we do not want to miss out on the view. From the peak we continue to the Stoody Hut and along a narrow river valley to the Top Timaru Hut. We decide to camp next to the path in between the two huts – there are more than enough opportunities to put down the tent. The path along the river is very steep at times which is exhausting. After passing the Top Timaru Hut we follow the path along the timberline to the Marthapass, which is our highest point (1780 meters high) on Te Araroa yet. After the pass we walk past the Tin Hut and camp 4 km from the Ahuriri River. We are very anxious to see how high the water and how strong the current is. The next morning, we follow the path down the steep bankside and look for the perfect place to cross. Two big orange triangles mark possible crossings. The river seems to carry less water right now. We cross the waist-deep water without any problems. The further path is rather unspectacular because it starts to rain so the view of Lake Ohau behind the next pass is limited. When arriving at Lake Ohau we are completely soaked and after the 34 km also exhausted. At the Lake Ohau Lodge we find a vacant room with dinner and breakfast – a real luxury after these past days. From the lodge to Twizel the path goes along the lake. In Twizel we stay in a hobbit house for hikers run by a trail angel.



09.02.2019 Motatapu Track - von Arrowtown nach Wanaka

Puh, die erste wirkliche Bergetappe ist geschafft. Über rund 60 km ging es die letzten drei Tage über 4 Pässe, 3 Hütten und unzählige Male durch Flüsse bis zum Wanakasee. Anfangs haben wir uns noch bis zur alten verlassenen Goldgräbersiedlung in Macetown an die Originalroute des Te Araroa gehalten. Der Weg führt von Arrowtown über den Big Hill Sattel nach Macetown. Von dem Sattel hat es einen großartigen Ausblick zurück nach Arrowtown und dem Hayessee. Macetown ist eine alte verlassene Goldgräberstadt, in der einige wenige Häuser restauriert wurden. Wir sind bis hierher seit Arrowtown schon fast 5 Stunden unterwegs. Von Macetown aus geht dann der markierte Weg über einen Bach und führt immer entlang eines steilen Hangs auf und ab bis zum letzten Anstieg auf den Roses Sattel. Von entgegenkommenden Wanderern haben wir aber den Tipp bekommen, einfach dem Bach bis zum letzten Aufstieg auf den Roses Sattel zu folgen, da der markierte ins Tal führende Weg dort wieder fast zum Bach kommt. Dem Bachlauf zu folgen ist zeitlich kürzer und ohne große Steigung im Vergleich zum markierten Weg. Der Bach mäandert flach durch ein enges Tal, sodass wir oft den Bach querend die Uferseite wechseln müssen, oder gezwungen sind ganz im Bach zu gehen. Da es in letzter Zeit nicht geregnet hat, ist das Wasser aber selten mehr als knietief. An der Abzweigung zum Roses Sattel, mehr als 6 Gehstunden entfernt von Arrowtown, steht mitten in Bach ein großer blauer Bagger – wie der da hinkommt bleibt uns ein Rätsel. Für uns ist er aber das Zeichen rechts hoch zur Wegmarkierung zu gehen, denn nun geht es sehr steil 600 Hm auf den Roses Sattel hoch und auf der anderen Seite des Sattels genauso steil hinab zur Roses Hut. Auch die nächsten beiden Tage geht es oft sehr steil und teilweise exponiert auf und ab, bis wir am dritten Tag unserer Wanderung den Lake Wanaka am Campingplatz in der Glendhu Bay erreichen.

09.02.2019 Motatapu Track - from Arrowtown to Wanaka

Phew, the first mountain leg is done. During the last three days we hiked over 60 km across 4 passes, past 3 huts and through countless rivers to the Wanaka Lake. In the beginning we stuck to the original route of Te Araroa until the old abandoned gold mining town Macetown. The trail stretched over Arrowtown over the Big Hill Saddle to Macetown. The saddle has a magnificent view of Arrowtown and the Hayes Lake. Macetown is an old abandoned gold mining town where only a few houses have been restored. We walked almost 5 hours from Arrowtown here. The waymarked trail from Macetown crosses a river and stretches along a steep slope up and down until you reach the last climb up to the Roses Saddle. Oncoming hikers advised us to simply follow along the river until the last climb up to the Roses Saddle as the waymarked trail almost crosses the river there.

Following the river doesn’t take as much time and there are no steep climbs compared to the waymarked trail. The river meanders through a narrow valley so we constantly have to cross to the other bank or have to walk in the river bed. As there was no rain in the last couple of days the water is almost never deeper than knee-deep. At the junction to the Roses Saddle, which is more than 6 hours from Arrowtown, there is a blue excavator in the middle of the river – no idea how that got there. For us it marks the point where we have to walk up to the sign because now, we have to climb a very steep trail of 600 meters in height up to the Roses Saddle and on the other side of the saddle the same but downhill. Similarly, the next two days are filled with steep and partially exposed climbs and drops until we reach the Lake Wanaka and the camping site in the Glendhu Bay on the third day of our hike.



04.02.2019 Routeborn Track

Wir starten vom Zeltplatz am Greenstonesattel sehr früh. Zum einen soll das Wetter mittags auf Sturm und starkem Regen umschalten und, wir haben mit 30 km eine weite Tagesetappe vor uns. Mit dem Start um 5:30 Uhr kommen wir gut voran – als wir die erste Hütte passieren schläft dort noch alles und an der zweiten Hütte kommen die ersten Gäste gerade auf den Weg. Wir haben da schon fast 10 km in den Beinen. Der Weg zieht sich lange die Berghänge querend zum Harrissattel, mit 1250 m der höchste Punkt des Routeborn. Hier offenbart sich uns eine Zweiklassengesellschaft der Wanderer auf diesem Great Walk. Am Sattel stehen zwei Nothütten: eine für alle Wanderer und eine für die Wanderer mit Führer. Auch auf den Hütten wird hier strikt getrennt und unterschieden - den Weg laufen aber alle gemeinsam. In welche Kategorie wohl wir hier fallen, mit nicht gebucht und nicht geführt? Die Landschaft entlang des Routeborn ist sehr beeindruckend: steile und schroffe Berge, viele Wasserfälle und Seen, Gletscher und noch viel Schnee an den Südflanken der Berge. Entgegen der Wettervorhersage hält das Wetter sehr gut. Ziemlich kaputt kommen wir dann um 17:00 Uhr auf dem Parkplatz am Ende des Routeborn an. Da es hier keinen Bus gibt, müssen wir die 70 km nach Queenstown trampen. Der erste Autofahrer, den wir am Parkplatz ansprechen nimmt uns gleich bis Queenstown mit - eine weitere Nacht im Zelt bleibt uns erspart. Wir freuen uns schon auf eine Dusche, viel Essen und ein schönes Bett. Das dies dann anders kommt, weil Queenstown wegen des chinesischen Neujahrs komplett ausgebucht ist, ist dann eine andere Geschichte.

04.02.2019 Routeborn Track

We started off very early from the camping site at the Greenstone Saddle. First of all, the weather report predicts storms and heavy rain around lunch time, and we have a 30 km long leg in front of us. With the start at 5:30 AM we are making good headway – when passing the firs hut everyone is still asleep and when passing the second hut the first guests are just starting. We already have 10 km behind us. The trail streches along the mountainsides up to the Harris Saddle, which is with 1250 m the highest point of the Routeborn Track. Here you can witness a two-tier society of hikers. On the Saddle there are two emergency huts: one for all hikers and one for hikers with guides. The huts themselves are also segregated – but everyone has to hike along the same trail. Which category do we belong to? We didn’t book nor did we have a guide. The landscape along the Routeborn in impressive: steep and rugged mountains, many waterfalls and lakes, glaciers and a lot of snow even on the south faces of the mountains. Unlike the weather report predicted the weather remains beautiful. At 5:00 PM we arrive relatively tired at the parking lot at the end of the Routeborn Trail. As there is no bus that goes here we have to hitchhike the 70 km to Queenstown. the first driver that we approach at the parking lot offers to take us all the way to Queenstown – one less night spent in the tent. We are looking forward to showering, a lot of eating and a comfortable bed. That Queenstown is fully booked out because of the Chinese New Year is a different story.



04.02.2019 Von Te Anau nach Queenstown

Frisch gestärkt und mit gefülltem Rucksack trampen wir auf der SH94 zurück zum Te Araroa. Am Morgen regnet es zwar noch leicht, doch die Wettervorhersage ist gut. Wir stehen nur kurze Zeit mit dem Daumen an der Straße und schon hält ein Auto. Mit lauter Musik und viel Gequatsche mit dem freundlichen Fahrer geht es schnell zum Trail zurück. Die nächste Etappe soll mit einer 30 km langen Schotterstraße nicht so interessant sein. Nach etwa 100 m gehen durchfährt mich ein Schreck - wo sind meine Wanderstecken? Oh Mist, habe ich die im Auto liegen gelassen? Oder liegen die noch in Te Anau an der Straße?

Kurz entschlossen trampe ich nach Te Anau zurück. Das hin und her geht recht flott, da die Straße viel befahren ist - doch die Stecken bleiben verschwunden. Jetzt hilft kein Jammern, dann muss ich eben bis Queenstown ohne Stecken gehen. Wir laufen etwas lustlos und ich wegen meiner Stecken grübelnd die Schotterstraße entlang. Nach etwa 6km kommt das erste Auto von hinten - und hält an.

Ob wir mitfahren wollen, zu den Mavoraseen. Na klar! Das Auto ist zwar schon voll mit Gepäck und Christine muss auf meinem Schoss sitzen. Doch wir sind hier lieber schlecht gefahren als noch weitere 24 km auf der harten Schotterstraße gelaufen.

Am ersten See steigen wir aus und gehen zu Fuß weiter. Wir schaffen es noch bis zur Careys Hut am Ende des Sees. Auf dem Weg müssen wir durch viele Bäche und Pfützen. Sind wir am Anfang noch sehr vorsichtig um all das Wasser herumgelaufen, haben wir inzwischen die Hemmung verloren und laufen einfach durch. Die Schuhe werden untertags eh nass, und durchlaufen geht viel schneller, als akrobatisch drumherum zu laufen. Am nächsten Tag laufen wir den Mararoa Fluss entlang durch ein wunderschönes einsames weites Hochtal und erreichen abends die Greenstone Hut. Te Araroa geht jetzt eigentlich das Tal hinab zum Parkplatz am Wakatipu See und dann per Anhalter nach Queenstown - doch wir haben andere Pläne. Von der Greenstone Hut wandern wir einen Tag das Greenstonetal hoch und stoßen da auf den Routeborn Track, einer der Great Walks Neuseelands. Vom letzten Zeltplatz im Greenstonetal müssen wir dann den Routeborn an einem Tag gehen, da zelten verboten ist, und die drei Hütten am Weg schon ein halbes Jahr vorher ausgebuchte sind.

04.02.2019 From Te Anau to Queenstown

With now-found strength and filled up backpacks we hitchhike back to Te Araroa. In the morning it is raining but the forecasts are good. It doesn’t take long until a car stops. With loud music and chit chat with the friendly driver it doesn’t take long until we are back on the trail. The next 30 km of metaled road is not supposed to be too interesting. After walking around 100 m I stop in shock – where are my walking poles? Oh no did I leave them in the car? Or are they still in Te Anau next to the Street?

After giving it some thought, I hitchhike back to Te Anau. The back and forth doesn’t take that long because the street is not very frequented – however the poles remain to be found. No point in complaining – this means I will have to walk without poles until Queenstown. We start walking along the street a bit wearily and I am lost in thought about my poles. After around 6 km the first car drives past us – and stops. Do we want a ride to the Mavora lakes? Of course we do! The car is full of luggage and Christine has to sit on my lap. But we prefer an uncomfortable ride than walking 24 km on the hard road.

On the first lake we get out and continue by foot. We walk until the Careys Hut at the End of the lake. Along the way we have to wade though many rivers and puddles. In the beginning we tried to carefully walk around the water but by now we have lost all inhibitions and just walk though. During the day the shoes get wet anyways and walking though the water is much faster than walking around it. The next day we walk along the Mararoa river though a breathtaking and remote high valley and in the evening, we arrive at the Greensotne hut. From here Te Araroa follows the vally downhill to the parking lot at the Wakatipu lake and then a hitchhike away from Queenstown – but we have different plans. From the Greenstone hut we hike into the Greenstone valley which brings us to the Routeborn Track, one of the Great Walks in New Zealand. From the last camping site in the Greenstone valley we have to hike the Routeborn Track in one day because camping is not allowed and the three huts along the way are fully booked already.



31.01.2019 Von der Birchwood Farm nach Te Anau

Der Rasttag auf der Birchwood Farm hat unseren Füssen und meinem Knie gutgetan. Gestärkt gehen wir die nächsten langen Etappen an. Zuerst müssen wir 27 km vorbei an der Mt. Lincoln Farm, in der kein Übernachten erlaubt ist. Da wir die Etappe sehr langsam angehen, hält mein Knie gut durch. Ziel ist der Zeltplatz in Telford Burn. Man erkennt den Platz daran, dass mitten in der Wildnis auf einer Wiese ein kleines Toilettenhaus steht. Insgesamt zählen wir für heute Nacht 12 Zelte und Millionen von Sandflies. Da Sandflies nur tagaktiv sind, starten wir am nächsten Morgen noch vor Sonnenaufgang mit Teekochen, Zeltabbau und Rucksack packen, um unsere erste Bergetappe in Angriff zu nehmen. Auch beim Wandern sind die lästigen Sandflies nicht zu sehen. Durch dichte Regenwälder, Weiden mit scheinbar endlosem schulterhohem Tusockgras und durch viele Flüsse gehen wir die nächsten Tage bis zur Staatsstraße SH94. Wir Trampen von dort nach Te Anau, um unsere Essensvorräte wieder aufzufüllen.

31.01.2019 From the Birchwood Farm to Te Anau

The day off did wanders for our feet and my knee. With our new-found strength we face the next longer leg. First, we have to walk 27 km past the Mt. Lincoln Farm where staying overnight is not allowed. As we start walking slowly my knee doesn’t hurt as much. Our destination is the camping site in Telford Burn. You can recognize the camping site by a little outhouse in the middle of nowhere. All in all, there are 12 tents tonight and thousands of sand flies. As sand flies are only active during the day, we decide to start making tea, folding the tent and packing our backpacks before sunrise and tackle our first mountain leg. While walking the sand flies are also nowhere to be seen. Through thick rainforests, endless fields with shoulder-high tussock grass and though many rivers to the State Highway SH94. From there we hitchhike to Te Anau to fill up our food supplies.



raus aus dem Wald , freier Blick auf die Birchwood Farm | out of the woods with a view of the Birchwood Farm
raus aus dem Wald , freier Blick auf die Birchwood Farm | out of the woods with a view of the Birchwood Farm

27.01.2019 Birchwood Farm

Wir sind heute auf der Birchwood Farm und machen einen Ruhetag. Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend, da unsere Füße und Muskeln sich noch nicht an das stundenlange Gehen gewöhnt haben. Christine hat fast an jeder Zehe eine Blase und mir schmerzt das recht Knie. Die Tagesetappen waren uns mit fast 30 km zu lange für den Trailstart. Wir sind zwei Tage durch den zauberhaften Longwood Forest gelaufen. Der Pfad war zwar meist sehr schlammig und unsere Schuhe und Füße waren bei diesen Bedingungen kaum zu trocknen. Doch der märchenhafte Wald mit den Flechten, Moosen und den krüppeligen Bäumen hat uns dafür entschädigt.

27.01.2019 Birchwood Farm

Today we are at Birchwood Farm and we are taking a day off. The last couple of days were very exhausting because our legs and muscles are not used to walking for such long periods of time yet. Christine has a blister on almost every toe, and I have a sore right knee. The daily legs of 30 km were a bit too long for the start. We walked through the magical Longwood Forest for two days. The path was very muddy most of the time and so there was almost no chance of getting our shoes and feet to dry off. However, the enchanted forest with its lichen, mosses and the gnarled trees took our mind off our wet shoes.



22.01.2019 Von Invercargill nach Riverton

Der Start ist geglückt! Die erste Etappe geht von Invercargill nach Riverton und ist für den ersten Tag mit 33 km ziemlich lang. Wir fahren mit dem Leihwagen zum Flughafen und schultern unsere Rucksäcke. Zuerst wandern wir 10 km auf einem Fußweg neben der Straße bis zum Strand, dann nach rechts und immer dem Strand entlang bis Riverton. Auf halbem Weg wird es spannend, da die erste ernsthafte Flussquerung ansteht. Da die Durchquerung direkt an der Mündung des Flusses ins Meer stattfindet, sind wir von den Gezeiten abhängig - und genau heute ist Springhochwasser. Wir sind zwei Stunden vor Hochwasser dort und kommen gerade noch durch - das Wasser reicht uns bereits bis zum Bauch.

22.01.2019 From Invercargill to Riverton

We are off! The first leg stretches from Invercargill to Riverton and is very long for the first day with 33 km. We drove to the airport with the rental car and strapped on our backpacks. First, we hiked along a road to the beach and then to the right along the coast line following the beach until Riverton. Half-way there we had to wade through the first river. As this was directly at the delta of the river we had to look out for the tides – and we were unlucky because on that day there were spring tides. We arrived two hours before high water and just made it through – the water was up to our stomachs.



20.01.2019 Von Bluff nach Invercargill

Nach einer 35-stündigen Reise sind wir in Christchurch angekommen. Wir verbringen hier zwei Tage zum Akklimatisieren und um den Jetlag von 12 Stunden Zeitunterschied zu verdauen. Christchurch ist immer noch stark von den beiden Erdbeben von vor 7 Jahren gezeichnet, bei dem über 100 Menschen ums Leben kamen und die meisten Gebäude beschädigt wurden. Viele Gebäude sind noch immer wegen Einsturzgefahr gesperrt oder wurden inzwischen komplett abgerissen. Auch sind inzwischen viele neue Gebäude im Zentrum entstanden. Christchurch hat sich durch das Erdbeben stark verändert. Anschließend sind wir weiter nach Invercargill geflogen. Mit einem Leihwagen fahren wir dann zum Bluff, dem Startpunkt des Te Araroa auf dem Weg nach Norden. Im Oyster Cove tragen wir uns in das Tourenbuch des Wanderweges ein. Anschließend laufen wir um den Bluff herum und besteigen den Bluff Hill. Von oben sieht man im Süden die Stewart Island und Richtung Westen nach Invercargill. Das Wetter ist wechselhaft mit einigen Regenschauern. Morgen decken wir uns noch mit Proviant ein und übermorgen wollen wir dann von Invercargill loslaufen.

20.01.2019 From Bluff to Invercargill

After a 35-hour long journey we have arrived in Christchurch. We are spending two days here so we can adjust and sleep off the jetlag of 12 hours. Christchurch is still scarred by the two earth quakes that happened 7 years ago where over 100 people died and most of the buildings were damaged. Many buildings are still in danger of collapsing or have already been torn down. Many new buildings have been constructed in the center. Christchurch has changed a lot because of the earthquakes.

The next day we took a plane to Invercargill. We rented a car and drove to the Bluff, the starting point of Te Araroa. In Oyster Cove we put our names down in the tour book of the long-distance walk. Then we trekked around the Bluff and hiked up the Bluff Hill. From the top you can see the Steward Island in the north and Invercargill in the west. The weather is unsettled with a couple of rain showers. Our plan for tomorrow is to buy food and the day after tomorrow we want to start trekking from Invercargill.



Wanaka Blick vom Gipfel Mount Roy Neuseeland
Blick vom Mount Roy in Wanaka - ein Foto von unserem ersten Besuch in Neuseeland 1989 | View from Mount Roy in Wanaka - a picture from our first trip to NZ in 1989
Kommentare: 1
  • #1

    Gabi und Norbert (Mittwoch, 13 März 2019 21:40)

    Servus Ihr zwei Wanderer, vielen lieben Dank für die tollen Bilder und Berichte. Wir fiebern und leiden mit Euch und hoffen das Wetter wird wieder besser. Gönnt Euch diverse Ruhepausen, denn wer weiß, was noch kommt. Alles Gute weiterhin und wir verfolgen Euch … Liebe Grüße Gabi und Norbert

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