Argentinien

Rundreise durch den Norden Argentiniens

Klettern, Bergsteigen, Wandern und Staunen

Ein Reisetagebuch

Teil 2: Von der Grenze von Bolivien zum Aconcagua

Salinas Grandes

26.02.2026

Wir starten in Humahuaca und fahren die RN9 bis nach Abra Pampa. Der Ort ist eigentlich nicht sehenswert, doch es gibt hier eine Tankstelle. Abra Pampa liegt etwa 70km südlich der Grenze von Bolivien und ist der nördlichste Punkt unserer Rundreise.

Wir wollen nach Süden die RP 79 bis San Antonio de los Cobres fahren.

Die RP79 stellt sich als teilweise brutale nicht asphaltierte Waschbrettpiste heraus. Wir sind wegen der schlechten Piste ein paar mal kurz vor dem Umdrehen, doch irgendwie kommen wir immer weiter. Thomas ist zwischen den Fahrgeschwindigkeiten von 10 km/h und 50km/h hin und hergerissen - die langsame fährt jede Unebenheit aus, mit der schnelleren Geschwindigkeit überfliegt man das Waschbrett. Keine der Geschwindigkeiten ist angenehm zu fahren - es scheppert und rumpelt. Die Straße ist extrem staubig und wir ziehen eine lange Staubfahne hinter uns her. Damit bleibt Staubschlucken heute für uns weitgehend aus. Sand ist auf dieser Strecke tatsächlich das größte Problem. Immer Bellas und Domis Abenteuer mit Auto ausgraben aus dem Treibsand im Kopf, betrachten wir jede Sandanhäufung mit Misstrauen - und davon gibt es viele!

Die Landschaft und die Tiere, die wir sehen, sind beeindruckend. Vom Lama über Vicuna, Esel und sogar Nandu ist alles dabei. Meist werden wir von den Tieren neugierig beäugt. Kurz vor dem zweiten Salzsee kommt uns nach etwa 100 km das erste Auto entgegen, ansonsten sind wir alleine unterwegs. Eine Autopanne oder ein Plattfuß wären auf der Strecke unangenehm, da Hilfe hier kaum vorbeikommt. Die wenigen Häuser die wir sehen sind alle verlassen. Am späten Nachmittag kommen wir in San Antonio de los Cobres an. Eigentlich wollten wir heute Zelten aber wir sind ganz froh, dass es hier eine Unterkunft gibt. Wir haben beide Kopfweh. Gründe gibt es viele: Kalter Kaffeentzug (Cafes gibts keine), die Waschbrettstraße, die Höhe (wir sind auf 3500m bis 3800m unterwegs), gleisende Sonne, mentale Erschöpfung ob wir ohne Platten oder sonstige Fahrzeugausfälle durchkommen und sehr konzentriertes Fahren um alle Hindernisse rechtzeitig zu erkennen. Trotzdem war es heute ein toller und eindrucksvoller Tag.

Wir übernachten in San Antonio de Los Cobres.

Viaducto la Polvorilla

27.02.2026

Am frühen Morgen fahren wir von San Antonio de Los Cobres zum Viaducto la Polvorilla. Das Viaducto ist eine Eisenbahnbrücke, die 1929 gebaut wurde und damals als Meisterwerk der Ingenieurkunst galt. Die Eisenbahn wurde gebaut um die Minen von Salta und der Umgebung von San Antonio über die Anden zum Pazifik zu verbinden. Das Viaducto la Polvorilla hat eine Höhe von 65m und eine Länge von 224m. Es liegt auf einer Höhe von 4200m. Der meiste Teil der Bahnlinie von Salta zum Pazifik ist verfallen und ist stillgelegt dem Verfall preisgegeben. Nur der kurze Abschnitt von etwa 12km von San Antonio de los Cobres bis zur Brücke wird von dem Tren de Nubes wird gepflegt und als Touristenattraktion genutzt. Die Touristen müssen aber erst vom etwa 150km entfernten Salta hier hoch kommen um den Zug zu nutzen. Da wir recht früh am Viadukt ankommen, sind wir heute die ersten und bisher einzigen Touristen. Ein Highlight für mich waren die Lamas am Viadukt, die statt wie üblich abzuhauen auf mich zu gerannt sind. Anfangs hatte ich ein mulmiges Gefühl, aber als das Leittier vorsichtig an meinem Foto geschnuppert und mich als ungefährlich eingestuft hat, entspannte sich die Situation auch für mich.

Eigentlich wollten wir weiter nach Süden auf der RN40, die von San Antonio de Los Cobres auf den höchsten Pass der Straße, den Abra del Acay auf knapp 5000m führt. Doch die Strasse wurde durch die Regenfälle der vergangenen Tage wohl stark beschädigt und war nicht passierbar. Wir fahren daher auf der RN51 zurück nach Salta.

Nach dem Ausflug zum Viadukt ging es somit weiter auf der RN51 zu den Ruinen von Tastil, zum 2. Highlight dieses Tages. Tastil ist ein Ruinenfeld einer Stadt auf einem Hügel aus dem 15. Jahrhundert mit beachtlichem Ausmaß. Wir fahren zu den Ruinen hoch und parken direkt davor. Ein freundlicher Ranger erklärt uns die Geschichte. Ein schöner Rundweg durch die Ruinen ist kostenlos zu begehen.

Die Weiterfahrt führt uns auf der RN51 bis nach Salta. Dort steht noch der Museumsbesuch aus, da wir letztes Mal an einem Montag hier waren und bekanntermaßen in Argentinien Montags alle Museen geschlossen sind. Abends treffen wir uns mit unseren Segelfreunden Hans und Brigitte in Salta zum Essen. Beide sind auch auf einer Rundreise durch Argentinien und haben durch unsere Berichte in Polarstep gesehen,  dass wir heute auch in Salta sind.

Salta

28.02.2026

Heute bleibt das Auto in der Tiefgarage des Hotels - kein Autofahren. Wir gehen in der Früh in das MAAM, das Museum of High Altitude Archaeology, in dem sich die berühmten Kindermumien von Llullaillaco befinden. Diese 3 Kinder wurden vor etwa 500 Jahren auf dem 6739 m hohem Llullaillaco mit Alkohol und Kokablättern betäubt und in einer unterirdischen Kammer den Göttern geopfert. Sie sind aufgrund der Höhe und der Kälte die am Besten erhaltenen Mumien weltweit. Im Museum wird abwechselnd immer nur eine Mumie ausgestellt. Eigentlich ist das Ganze schon eine unglaubliche Geschichte. Die Kinder sind von der obersten Schicht der damaligen Gesellschaft und werden schon sehr früh als Kleinkinder ausgewählt. In Cusco werden sie dann vor ihrer gefeiert und machen sich dann mit einem großen Tross auf den Weg in die Berge. Schon der Weg zum Llullaillaco dauert Wochen.  Entlang des damaligen Wegenetzes schließlich zieht der Tross hinauf in das Hochgebirge bei Schnee, Starkwind und oft -20Grad und das ohne dem Komfort der heutigen Ausrüstung. Auf dem Berg wurde dann ein Loch gegraben und mit den Steinen eine Höhle gebildet. Die Kinder wurden mit Alkohol betäubt bis sie bewusstlos waren und in die Höhle gesetzt, um darin in recht kurzer Zeit bewusstlos zu erfrieren. Der Frost und die trockene Luft konservieren dann die Leichen der Gestorbenen.

Nach soviel Kultur sehen wir uns noch ein bisschen die recht schöne Stadt an.

Cachi

01.03.2026

Von Salta führt uns die PR33 wieder zurück in die Anden. Anfangs durchqueren wir den Dschungel bis sich die Straße zum ersten Pass hinaufwindet. Der Pass hat in den Karten keinen Namen, doch auf dem Pass steht die Kapelle San Rafael. Westlich des Passes ändert sich die Landschaft wieder. Wir kommen in den Nationalpark Los Cardones. Im Park entlang der Straße gibt es riesige Cardon Kakteen, die hier geschützt sind. Diese Säulenkakteen können mehrere 100 Jahre alt werden und werden bis zu 15 m hoch. Funfact; diese Kakteen haben ein Holzgerüst, das beim Absterben der Pflanze übrig bleibt. Dieses Holz wird in der Gegend beim Hausbau verwendet. Es ist sehr einfach zu identifizieren da es eine löchrige Struktur hat. In unserer Unterkunft in Cachi sind die Dächer damit verschalt.

Wir durchqueren die Tin Tin Ebene bevor es in Payogasta auf die RN 40 geht. Dieser legendären Straße werden wir jetzt einige Zeit nach Süden folgen. Eigentlich wollten wir hierher ja vom Norden kommen, doch der höchste Pass der RN-40, der Abra del Acay (knapp 5000m hoch) ist eigentlich nur mit einem 4WD-Auto zu befahren. Da es aber die letzten Tage stark geregnet hat, ist er wohl gerade gar nicht zu befahren.

La Poma - Wandern auf einem Inkapfad

02.03.2026

Am Morgen fahren wir zuerst etwa 40 km auf der RN 40 nach Norden. Zwischen La Poma und dem Abra del Acai (ca. 5000m) wird die Straße so schlecht, dass sie mit unserem Auto nicht mehr befahrbar ist. Hier ist auch der schwierigste Abschnitt der 5200 km langen RN 40. Wir wollen aber nicht wegen der RN40 in den Norden, sondern weil Thomas eine Wanderung auf einem alten Inka Pfad herausgesucht hat. Den Abzweig von der RN40 zu dem Inka Pfad finden wir leider nicht und schlagen uns deshalb durchs Gestrüpp und wandern in einer Schlucht einen Bach hinauf. Nach etwa 1 h geht dann ein schmaler Pfad eine Bergflanke hoch. Der Inka Pfad soll gemäß Mapy  rechts oberhalb der Schlucht vorbei gehen. Auf einem Hochplateau über der Schlucht treffen auf ein paar Lehmhäuser und werden von einer dort wohnenden Hirtin auf den richtigen Weg geschickt. Nachdem wir einen Aussichtspunkt erreicht haben kehren wir wieder um. Der Rückweg ist deutlich einfacher, wir haben den Weg tatsächlich nur um 20 m verpasst. Der Inka Pfad ist bis zu den Hütten gut zu begehen, doch über den Almen verliert sich der Weg im Gelände und ist nicht ausgeprägt. Es ist ziemlich heiß heute und unsere 2l Wasser, die wir mitgenommen haben, waren definitiv nicht ausreichend. Ziemlich ausgetrocknet und erschöpft geht es zurück nach Cachi.

Laguna de Brealito

03.03.2026

Heute geht es auf der RN 40 Richtung Süden. Der nächste größere Ort südlich von Cachi ist das 150km entfernte Cafayate. Wir fahren allerdings nicht direkt dorthin sondern machen einen Abstecher zur Laguna de Brealito um dort ein bisschen zu wandern. Als wir über den Pass kommen ist die Aussicht wieder mal gigantisch. Eine total andere Landschaft erwartet uns hier, mit echt faszinierenden Bergen. Wir wandern entlang des Baches zu den riesigen Felsplatten aus Urgestein. Völlig überraschend treffen wir auf einen Einheimischen der einen Ablauf für das Wasser zur Bewässerung seiner Felder gräbt. Da kann Thomas nicht lange untätig zusehen.

Nach unserer Wanderung wollen wir der Straße weiter Talabwärts folgen um in Molina wieder auf die RN-40 zu stoßen.

Nach ca. 1 h müssen wir allerdings einsehen dass die Straße für uns nicht befahrbar ist. Mit Müh und Not können wir wenden und schaukeln zurück Richtung Pass. Dieser Umweg hat uns mind. 2 h gekostet. Da es zurück auf der RN-40 immer noch 130km auf einer rauen Buckelpiste bis Cafayate sind, und die Piste meist recht wild ist, brauchen wir 4h bis nach Cafayate. Leider müssen wir durch den sehr beeindruckenden Nationalpark Angastaco schnell durchfahren, um vor der Dunkelheit bei unserem gebuchten Quartier in Cafayate anzukommen. Abends um 19.00 erreichen wir letztendlich Cafayate - erschöpft, hungrig und staubig.

Cafayate - El Penon

04.03.2026

Heute geht es nach El Penon. Der Ort liegt auf der Hochebene von La Puna de Catamarquena. Bevor wir uns allerdings die Berge bis auf 4000m hinaufschrauben, besuchen wir noch die heißen Quellen von Villa Vil. So gestärkt oder geschwächt ( je nach Einweichdauer) geht es dann langsam zum Pass hoch. Die Landschaft und die Höhe sind mal wieder sprichwörtlich atem(be)raubend.

Die aufziehenden Gewitterwolken lassen wir hinter uns im Tal von Belen. Im Ort El Penon auf etwa 3700m und in dem langen Hochtal regnet es nur wenige Millimeter im Jahr. Das Wasser kommt unterirdisch von den östlichen etwa 6000m hohen Bergen, die auch die Regenwolken aus dem Osten das ganze Jahr zuverlässig abhalten. Dort wo das Wasser Grundwasser aus dem Boden tritt, bilden sich Oasen, wo sich Menschen niederlassen. Das umliegende Land um die Oasen wird dann für Landwirtschaft und etwas Gemüseanbau genutzt.

An unserer Unterkunft erwartet uns Negrito, ein Baby Lama, dass ich am Abend mit der Flasche füttern darf.

El Penon

05.03.2026

Unser heutiges Ziel ist der Vulkans Antofagasta de la Sierra 3576m. Wir fahren die RP43 von El Penon zunächst weiter in Richtung Antofagasta de La Sierra. Nach etwa 40 km kommen wir am Rande eines riesigen Lavafeldes an den Glockensteinen vorbei. Die Steine klingen beim Anschlagen mit einem anderen Stein wie Kirchenglocken. Wer das wohl entdeckt hat.

So geläutert wandern wir kurz später den Vulkan Antofagasta de La Sierra hinauf. Die Flanken des Vulkans sind tatsächlich ziemlich steil und wir sind froh einen kleinen Weg benutzen zu können. Der Weg und der gesamte Berg besteht aus Lavageröll, das uns mit jedem Schritt hinauf wieder einen halb Schritt zurück rollen lässt. Gefühlt werden so aus 200 hm etwa 400 hm. Oben angekommen umrunden wir noch den Kraterrand, von dem wir einen schönen Blick auf die Umgebung haben. Unser anschließender Besuch in Antofagasta ist eher enttäuschend - keinen Kaffee im ganzen Ort. Vielleicht sollten wir zum Aufputschen doch auf Koka Tee umsteigen.

Antofagasta besteht fast ausschließlich aus Logistikunternehmen und Reparatur Werkstätten für LKWs und ist Servicehub für die etwa 100km weiter entfernten Minen an der chilenischen Grenze. Hier in Antofagasta de La Sierra endet auch die asphaltierte Straße. 

Heute: Landschaftlich ein Genuss, kulinarisch aber eher ein Flopp.

El Penon - Belen

06.03.2026

Die letzte Nacht haben wir beide schlecht geschlafen. Thomas wegen der Höhe, und ich wegen den vielen Moskitos die Thomas aufgrund seiner langen Wachphasen gejagt hat. Es wundert uns eh, dass es hier auf der Höhe und der Trockenheit Moskitos gibt. In El Penon regnet es so gut wie nie, keine Wasserpfützen wo sie brüten könnten, es ist rundherum alles Wüste und wir sind auf über 3000m Höhe. Um den Schlaf wieder aufzuholen geht es also wieder ins Tal. Aber erst fahren wir noch zur weißen Lagune, dort soll es Flamingos geben.

Wir haben Glück und die Handvoll Flamingos fliegen erst weg als ich sie schon fotografiert habe.

Der Weiterweg sollte eigentlich relativ unspektakulär verlaufen, zum einen sind wir schon beim Hinauffahren an den Felsformationen vorbei gekommen, anderseits ist auf der langen Strecke nichts besonderes in Google maps eingezeichnet. Die Überraschungen kommen erst, als wir Mittags in einen Stau einfahren:

  • hier wird demonstriert und kurzerhand die Hauptstraße (ohne möglicher Umgehung) komplett gesperrt.
  • die Polizisten erklären uns,  dass es um 15.00 Uhr weitergehen soll,
  • ein Polizist gibt uns Zugang auf Starlink von seinem Auto, Mobilfunk geht hier im Gelände nicht
  • die Sperrung geht um punkt 15.oo auf
  • keine 4 km weiter verursacht ein Felssturz eine erneute Sperrung

Gut das die Demo war, sonst wäre wahrscheinlich ein Auto von den Felsbrocken getroffen worden, die kurz vor der Auflösung der Demo abgegangen sind

Diese 2 Verzögerungen sorgen dafür, dass wir in Belen eine Übernachtung buchen. Dort treffen wir im Cafe Svenja aus München, die mit ihrem Mann Hannes im Camper Südamerika bereiset und werden zum Abendessen im Camper eingeladen. Es wird ein sehr netter Abend mit leckeren Nudeln.

Belen - Fiambala

07.03.2026

Das ungewöhnlichste heute ist eine Polizeikontrolle. Normalerweise laufen diese Kontrollen für uns so ab: der Polizist will die Papiere sehen, wir suchen den Führerschein raus, gleichzeitig erwähne ich dass wir Ausländer aus Deutschland sind, er gibt den Führerschein zurück und winkt uns weiter.

Heute mal anders; der erste Teil wie immer, dann sagt er jedoch, dass wir auf die Seite fahren sollen; und jetzt wird alles durchsucht. Nachdem er die ersten 5 Taschen durchwühlt hat und nichts gefunden hat, reichts ihm und wir dürfen wieder alles zusammenpacken und weiterfahren. Ich war schon gespannt was er zu der Kletterausrüstung sagt, aber soweit nach unten ist er nicht vorgedrungen.

Passo San Francisco

08.03.2026

Unser heutiges Ziel ist die Straße zum Passo San Francisco. Entlang der Straße befinden sich die höchsten sechs der noch aktiven Vulkane der Erde. Einige sind direkt von der Straße aus sichtbar. Allen voran der Navado Ojos de Salado, der zudem mit seinen 6891m der zweithöchste Berg in Südamerika ist. Bedingt durch die Geologie befinden sich zwischen den Bergen unzählige Seen, die zwar einen Zulauf haben, aber keinen Ablauf. Dadurch kristallisieren fast alle Seen in diesem Grenzgebiet zu Chile als Salzseen aus. Die Straße endet für uns etwa 20km vor dem Passo San Francisco, da hier die vorgezogene argentinische Grenzstation nach Chile ist. Auf der gesamten Strecke gibt es keinen Mobilfunk empfang. Zur Sicherheit hat man aber entlang der Straße immer einige WLAN Stationen aufgebaut, die bestückt mit Starlinkantennen und Batterie, kostenlosen Internetempfang ermöglichen.

Trotz der wüstenhaften Vegetation gibt es doch unzählige Tiere, die hier Nahrung finden.

Wir durchfahren traumhafte Landschaften, entdecken ein Borstengürteltier, Kondore, Flamingos, und natürlich Vicuñas.

Chilecito

09.03.2026

Nach einer kleinen Wanderung am frühen Morgen durch den Cañon de Inka geht es heute ein Stück weiter südwärts. In Chilecito sehen wir uns die längste Seilbahn der Welt an. 

Die 35km lange Seilbahn verbindet den Ort Chilecito auf 1100m mit der damals sehr berühmten Gold-, Silber-, und Kupfermine Mina la Mejicana auf etwa 4600m Höhe. Die Seilbahn wurde von einer deutschen Firma geplant und von 1903 bis 1904 gebaut. Die Seilbahn hat 275 Stützen und mehrere Zwischenstationen. Zu Fuß brauchte man damals zwischen 2 und 3 Tagen um die Strecke zur Mine mit Mullis zurückzulegen. Die Fahrzeit der Bahn betrug etwa 6 Stunden. Da die Mine und die Bahn in relativ kurzer Zeit unwirtschaftlich wurde, wurde die Bahn einige Jahre nach der Inbetriebnahme wieder außer Betrieb genommen. Ein Museum an der Talstation zeigt die Geschichte der Bahn. Angeblich ist die Bahn in einem guten Zustand, so dass man sie jederzeit wieder in Betrieb nehmen könnte.

Chilicito - San Juan

10.03.2026

An Morgen fahren wir zuerst zum Zusammenfluss der zwei Bäche. Das besondere daran ist, dass der eine Bach blau und klar ist, und der andere Bach gelbes Wasser hat. Leider ist die Farbe des Bachs aus der Richtung der Minen nicht so gelb wie auf den Bildern von Domi, dafür hat es gestern in den Bergen wahrscheinlich Zuviel geregnet. Aber ein Hingucker ist der Zusammenfluss allemal.

Danach führt unsere Route über die Cuesta de Miranda weiter bis zum Vallecito Encantado. Danach geht die Straße gefühlt nur noch  geradeaus bis San Jose.

San Juan - Barreal

11.03.2026

Wir fahren von San Juan einige Kilometer auf der RN40 zurück und biegen nach Westen ab zur RP436. Unser erster Stop ist an der Thermalquelle Banos Termales de Talacasto. Das Wasser ist aber zu kalt für uns Warmduscher. Dazu ist die Anlage etwas herunter gekommen und nicht sauber. Dafür riecht es hier nach Schwefel.

Danach geht es entlang der RP414 durch irre Landschaften. Erst durch trockene Wüstengebirge, dann, als die RP414 in die RP12 übergeht, entlang eines grünen Flusstals. Gerade wenn man meint dass es langsam langweilig wird, kommt der nächste WoW Effekt um die Ecke. Heute waren es zuerst surreale Formationen und danach rosafarbene Felsen. Man meint dass wir jetzt schon genügend 7farbige Berge gesehen hätten, aber so ein Rosa ist schon sehr speziell.

Die kleine Kapelle ist übrigens nicht zugemüllt mit Plastikflaschen sondern Überlebensstation mit Wasser und Verschiedenen Müsliriegeln, falls man in dieser Einöde liegen bleiben würde - dachten wir, die Auflösung kommt im dritten Teil.

Am nächsten Tag fahren wir von Barreal auf der RN149 mit Blick auf den Aconcagua nach Uspallata und weiter auf der RN7 zum Aconcagua National Park.

Weiter geht es auf unserer Rundreise durch Argentinien mit dem 3. Teil

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