Irland - Großbritannien - Frankreich 2018

29.08.2018 Cherbourg - Ouistreham

Von Cherbourg segeln wir zunächst mit perfektem Wind und einem Schnitt von 8 kn nach Saint-Vaast-La-Hougue. Bei der Einfahrt müssen wir uns genau an die Gezeiten halten, da der Hafen sein Tor nur etwa eine Stunde vor und nach Hochwasser öffnet. Saint-Vaast hat wie viele Orte entlang der Küste eine facettenreiche Geschichte, die vom Meer, dem Fischfang, aber leider auch viel vom Krieg erzählt. Vom Hafen aus wandern wir durch den Ort und hinaus zum Fort de la Hougue. Am nächsten Tag segeln wir einen längeren Schlag von 46 sm nach Ouistreham. Leider müssen wir einige Teile der Strecke mit dem Motor zurücklegen, da der Wind zwischendurch komplett einschläft. Die Marina von Ouistreham liegt sehr sicher und geschützt hinter einer Schleuse. Wir bleiben hier fast eine Woche und besuchen neben Caen mit seinen berühmten Klöstern auch einige Küstenorte. Entlang des Strandes sind viele alte und historischen Ferienhäusern und einige mondäne Hotels gebaut. An der Strandpromenade werden mit Schautafeln die verschiedenen Anlandungsstellen der Alliierten des D-Days im II. Weltkrieg dokumentiert.

From Cherbourg we had the perfect wind to sail to Saint-Vaast-La-Hougue with an average speed of 8 kn. When entering the harbour, it is important to keep the tide in mind as the gate only opens one hour before until one hour after high tide. Like many places along the coast, Saint-Vaast has a rich history that has to do with the sea, fishery, and unfortunately a lot of war. From the harbour we went on a walk through the village to the Fort de la Hougue. The next day we did a longer leg of 46 nm to Ouistreham. Unfortunately, we have to use the engine for parts of the journey because there is almost no wind. The Marina of Ouistreham is very safe behind a lock. We stayed here almost a week visiting Caen with its famous monasteries and other costal villages. Along the beach there are many old and historical holiday houses and a couple of chic hotels. Along the beach promenade the different landings of the Allies of D-Day during the II. World War are documented on signs.

 



20.08.2018 Channel Islands - Bretagne - Cherbourg

In Guernsey besucht uns unser Freund David aus Southampton, mit dem wir einige Male im Solent und im englischen Kanal gesegelt sind. Er begleitet uns entlang der Bretagne bis nach Cherbourg.  Da er das Segelrevier sehr gut kennt, gibt er uns die Sicherheit, die wir bei den Strömungen von bis zu 8 kn und Tiden bis zu 11 m brauchen. Zunächst segeln wir nach Paimpol. Von dort geht es dann weiter zu den Orten Binic, Dahouet mit seiner sehr engen Einfahrt und Saint Cast. Da wir Saint Malo schon einmal besucht haben und der Trubel in allen Marinas sehr groß ist, segeln wir von Saint Cast Richtung Norden nach Jersey. In Jersey warten wir dann im 10er Päckchen bis der Tidenstand hoch genug ist, um in die Marina einfahren zu können. In den nächsten Tagen geht es dann weiter wieder über Guernsey nach Cherbourg. Um das Cap de la Hague werden wir mit über 7 kn Strömung bei wenig Wind geschoben. Auch hier ist wie im gesamten Gebiet der Channel Islands eine gute Planung wichtig, denn bei Gegenstrom kommt man um das Kap kaum herum. In Cherbourg verlässt uns David wieder und fährt mit der Fähre zurück nach England. Danke David für schönen Tage und die vielen tollen Tipps rund um das Boot.

Our friend David from Southampton is joining us in Guernsey for the upcoming days. We already sailed with David on his boat in the Solent and the Channel. He will join us on our loop along the coast of the Bretagne and back to Cherbourg. David knows the area very well as he has been sailing in this area for many years. He gives us the knowledge we need with currents up to 8 kn and tide up to 11 m. First we sailed from Guernsey to Paimpol. From there we continued via Binic, Dahouet to Saint Cast. We did not go into Saint Malo, as we already visited this city some time ago and the marina is known to be crowded during the holiday season. Our next port of call was Jersey, where we had to wait for high tide alongside 10 boats on the waiting pontoon before we could enter the marina. From Jersey we continued via Guernsey to Cherbourg. We were pushed around the Cap de la Hague with a current of 7 kn. Planning ahead is essential in this area, as it would be impossible sailing around this Cap with this current against us. In Cherbourg David took the evening ferry back to England. Thank you David for joining us and all the helpful tips on the boat.

 



03.08.2018 Isle of Wight - Channel Islands (Alderney und Guernsey)

Die nächste Herausforderung ist die Überquerung des englischen Kanals zu den Kanalinseln nach Alderney. Zunächst gilt es auf der 70sm langen Überfahrt die Gezeitenströmung zu beachten, die bis zu drei Knoten stark ist und alle 6 Stunden von Ost nach West strömt und sich dann die nächsten 6 Stunden umkehrt und in die Gegenrichtung fließt. Auch das Verkehrsaufkommen der Berufsschifffahrt ist hier sehr stark. Durch den Kanal führt eine der am stärksten befahrenen Schifffahrtswege der Welt, mit riesigen Tankern und Containerschiffen aufgereiht wie auf der Perlenschnur. Für diese Riesen ist auf der Karte ein großes Verkehrstrennungsgebiet nördlich der Kanalinseln ausgewiesen, das wir auf seiner Ostseite umgehen wollen. Wir starten vor Sonnenaufgang in Yarmouth um die Strömung aus dem Solent hinaus zu nutzen. Nach kurzer Segelzeit schläft der Wind ein und wir müssen die gesamte Strecke bei Flaute bis nach Alderney motoren. Die Schifffahrtsstraße erweist sich als nicht schwierig. Unterstützt von unserem AIS können wir einen möglichen Kollisionskurs mit den großen Schiffen gut einschätzen und manövrieren uns so gut und sicher über den Kanal. Bei der Ankunft in Alderney unterstützt uns die Strömung und schiebt uns in den weitläufigen Hafen. Da alle 70 Bojen besetzt sind, ankern wir im Hafen vor dem Toulouse Rock.

 

Die Kanalinseln gehören zum United Kingdom, haben aber einen Sonderstatus und sind nicht Teil der EU. Mit dem Guernsey und Jersey Pfund gibt es auf den Inseln eine eigene Währung, die aber 1:1 in das britische Pfund umgerechnet wird. Im 2. Weltkrieg waren alle Inseln von deutschen Truppen besetzt. Zeugnis von dieser Zeit geben die unzähligen Wehranlagen entlang der Küste der Inseln.

The next challenge was the crossing of the English Channel to Alderney and the Channel Islands. First, we had to consider the current which flows for 6 hours with 3kn from the west to the east and then the next 6 hours in the opposite direction. The Channel is considered as one of the world’s most busy shipping routes, consequently we expected a high number of big containerships and tankers passing the Channel. North of the Channel Islands, the map showed a traffic separation zone for the big ships, which we planned to bypass on the east side. We started from Yarmouth before sunrise to get the current pushing us while we leave the Solent. After a short period of sailing the wind dropped completely and we had to motor almost the complete 70nm to Alderney. The density of the ships leaving the separation zone wasn´t as high as expected. With the support of the AIS we were able to manage the risk of a collision course very well and got save across the Channel. Shortly before we arrived in Alderney the west flowing current pushed us in the big harbour of the island. In the harbour all the 70 mooring bouys were occupied. We dropped our anchor west of the Toulouse rock in the harbour.

 

The Channel Islands belong to the United Kindom, however, they have a special status and are not part of the EU. Beside the Britisch Pound the islands use their own currency of Jersey and Guernsey Pound, which has an exchange rate of 1:1 to the Britisch Pound. During WWII the Channel Islands were occupied by the German army. The occupation is documented by many forts along the coast line of the islands.



03.08.2018 Portland - Yarmouth (Isle of Wight)

Nach einem etwas längeren Aufenthalt in Portland mit einigen Klettertagen geht es weiter Richtung Isle of Wight. Die Fahrt dorthin muss genau geplant werden, da man zunächst St. Albans Head umrunden muss und dann mit dem Strom in den Kanal zum Solent einfahren soll. Kommt man hier zur falschen Zeit an und beachtet die Tide nicht, kann es trotz wenig Wind hohe Wellen und starke Gegenströmung geben. Unsere Rechnung geht auf. Mit raumen Wind und unter Parasailor segeln wir die 30sm zu der Isle of Wight, um dann nur mit der Genua und unterstützt von 3 kn Strömung durch den Kanal in den Solent einzufahren. Yarmouth ist der erste Hafen auf der Insel wenn man aus dem Westen kommt. Wir verbringen dort einige Tage und radeln zu den Needles und den Kreidefelsen an der Westspitze der Insel.

We had a longer stay in Portland Marina and spent some nice days with rock climbing on Portland Peninsula. We planned then to continue sailing east to the Isle of Wight. The sail to the Isle of Wight needs a very careful plan upfront, as we first had to round St. Albans Head and then wanted to use the current into the Solent to reach Yarmouth. If you leave Portland with a wrong timing you can get some high waves caused by a current against you, which could make the sail very unpleasant. Our timing worked, and we sailed supported by our Parasailor 30nm close to the Isle of Wight and continued with just the Genoa and a supportive 3kn current into the Solent to reach Yarmouth. We spent a few days in Yarmouth and were cycling to the white cliffs and The Needles on the west coast of the island.

 



29.07.2018 Scilly Islands to Portland

Von den Scilly Islands wollen wir weiter entlang der englischen Südküste zu der Isle of White. Wir fahren sogesehen den Coastal Path mit dem Segelboot ab und finden vom Boot aus, die gelaufene Strecke und die traumhaften Zeltplätze meist nur schwer. Die Intensität der Landschaft ist beim Laufen entlang der Küste wesentlich größer als aus der Distanz des Segelboots. Über die malerischen Hafenstädte Penzance, Helford, Fowey, Salcombe und Dartmouth landen wir für mehrere Tage in Portland. Hier haben 2012 die olympischen Segelwettkämpfe stattgefunden. Uns interessieren aber mehr die Felsen auf der Halbinsel, da es hier einige Klettergebiete gibt. Zu unserer Überraschung sind die Touren auch noch mit Bohrhaken ausgerüstet. Nach 3 Tagen am heißen Fels scheint das lange anhaltende Schönwetter heute erst mal beendet: Sturm mit viel Regen halten uns im Boot fest.

From the Scilly Islands we continued sailing along the south coast of England. From the distance of the boat we hardly could identify the locations we passed during hiking the Coast Path. We much more enjoyed the landscape of the coastline during hiking than during sailing. All the highlights were not visible from the distance with the boat. After we had visited Penzance, Helford, Fowey, Salcombe and Dartmouth we finally moored for several days in Potland. During the Olympic games 2012 all the sailing competitions took place north of Portland harbour. However, we were more interested in the cliffs of the Portland Peninsula, where we found several good rock climbing areas. Surprisingly all the routes were bolted. Today in the morning it seems the good weather which we had the previous weeks came to an end: Storm and heavy rain keeps us in the boat.



11.07.2018 Scilly Islands

Nachdem wir den South West Coast Path erfolgreich durchlaufen haben, fahren wir mit Bahn und Bus zurück nach Padstow zu unserem Boot. Nach ein paar Tagen Erholung und Kräfte tanken, wollen wir weiter zu den Scilly Islands. Die Wettervorhersage passt und wir segeln mit einem Stop in St. Ives nach Saint Mary's, der größten Insel der Scilly Islands. Auf der Insel hat man bei diesem traumhaften Sommer dieses Jahr eher das Gefühl auf den Seychellen zu sein. Nur die Wassertemperatur holt einen schnell zurück nach England. Die nächsten Tage besuchen wir noch Tresco mit seinem berühmten tropischen Garten, Bryher und die Insel Saint Agnes. Das Wetter meint es mit viel Sonnenschein und wenig Wind immer noch sehr gut mit uns. So haben wir auch kein Problem mit Schwell am Ankerplatz.

 

After finishing the South West Coast Path successfully, we return to our boat in Padstow to rest a couple of days. Our plan is to visit the Isles of Scilly.

As the weather forecast predicts good weather for the upcoming week, we sail, with a stopover in Saint Ives to Saint Mary's, the largest island of the Isle of Scilly. Thanks to the weather we are more under the impression of being in the Seychelles but the temperature of the water brings you back to reality. The next days we also visit the islands of Tresco with the famous tropical garden, Bryher and Saint Agnes. The weather and the sailing conditions are perfect during this week of our stay.

 



Vom 17.05. bis 04.07. 2018

South West Coast Path von Minehead bis Poole. Das sind 1014km und 35000Hm entlang der West und Südküste Englands. Details und Bilder gibt es hier.

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Kommentare: 1
  • #1

    Gabi und Norbert (Montag, 09 April 2018 15:14)

    Servus, Ihr zwei, na endlich ist es losgegangen!!! Wir dachten schon, Ihr kommt gar nicht mehr weg von Ardrossan. Wir wünschen Euch sehr beständiges Wetter und immer eine handbreit Wasser unter dem Boot - alles Gute!!!!! ... und wir werden Euch verfolgen.